War´s das mit den Hitzewellen?1. Juli 2026Angesichts der extremen Hitzewelle in großen Teilen West- und Mitteleuropas in den letzten Tagen scheint das eine durchaus berechtigte Frage zu sein. Wir hatten auf diesen Seiten auf Grundlage der numerischen Wettervorhersagen vor einer extremen Hitzewelle in den Tagen vom 19. – 22. Juni 2026 gewarnt. Diesen Vorhersagen zufolge sollte es sich in den darauffolgenden Tagen deutlich abkühlen auf Werte unter 25°. Dazu kam es aber nicht. Sondern die erwartete Abkühlung fiel komplett aus – und im Gegenteil baute sich ab Mitte der letzten Woche eine noch extremere Hitzewelle über ganz West- und Mitteleuropa auf, in der sowohl in Frankreich als auch in Teilen Deutschlands und Englands neue absolute Juni Höchstwerte verzeichnet wurden. Das hat wieder einmal deutlich vor Augen geführt, dass die Meteorologie, vor allem langfristige Vorhersagen, keine exakte Wissenschaft sind, sondern dass zu viele Parameter in das Wettergeschehen hineinspielen, die von den Wettervorhersagemodellen nur ungenau erfasst, sondern nur approximiert werden und eine längerfristige Vorhersage komplett über den Haufen werfen können. Ende letzter Woche waren sich die meisten Modelle weitgehend dahingehend einig, dass die extreme Hitzewelle bis einschließlich letzten Sonntag andauert und dass ab Montag eine deutliche Abkühlung auf Werte unter 30° einsetzt; lediglich in den östlichen Bundesländern, besonders zwischen Elbe und Oder, sollte es auch am Montag noch einmal extrem heiß werden mit Temperaturen über 35°. In den Folgetagen sollten die Temperaturen dann auf 20 – 25° absinken und zum kommenden Wochenende, den 4. – 5. Juli eher in Richtung 20°. Diese Vorhersagen sind in etwa eingetroffen, bzw. werden bezogen auf die kommenden Tage weiter aufrecht erhalten. Um auf die eingangs gestellte Frage zurückzukommen: Die längerfristigen Modellvorhersagen GFS, ECMWF und AIFIs rechnen für den nachfolgenden Zeitraum bis Mitte der kommenden Woche, also bis etwa zum 8. Juli 2026, weitgehend übereinstimmend mit mäßig warmer und wechselhafter Witterung, was bedeuten würde, dass der Hochsommer zunächst einmal zu Ende ist. In der zweiten Wochenhälfte, etwa um den 10. Juli herum, zeichnet sich jedoch eine weitere Hitzewelle ab, bei der die Temperaturen landesweit über 30°, teilweise, besonders in Südwest- und Westdeutschland, über 35° steigen könnten. Sie soll aber nicht so intensiv sein und so lange andauern, wie die vorangegangene. Nun kann man dazu zweierlei sagen: Die Vorhersage einer Abkühlungsphase kann sich in wenigen Tagen ebenfalls als Ente herausstellen, wie die vorangegangene vor 10 Tagen – man weiß es nicht. Numerische Wettervorhersagen, die über 6 – 7 Tage hinausgehen, sind mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet. Auch wenn sich diese Vorhersagen als korrekt herausstellen sollten, muss das nicht bedeuten, dass die moderatere Sommerwitterung tatsächlich bis etwa Mitte nächster Woche andauert oder dass es anschließend zu einer erneuten Hitzewelle kommt und wie lange sie andauert. Die Variabilität der Witterung in Mitteleuropa ist einfach zu groß, als dass man zuverlässige längerfristige Vorhersagen machen könnte. Jedoch scheint in diesem Jahr eine Tendenz dahingehend zu bestehen, dass es wiederholt zum Aufbau einer Wetterlage kommt, bei der Heißluft aus der Sahara auf dem kürzesten Landwege über die Iberische Halbinsel und Frankreich nach Norden und Nordosten geführt wird, was sowohl in Frankreich als auch in England und Deutschland zu extrem heißer Witterung führt. Und dass die numerischen Wettervorhersagen Probleme haben, diesen Witterungsablauf längerfristig, also mehr als 7 – 8 Tage im Voraus, vorher zu sagen. Generell ist die Korrelation zwischen der Juni Witterung und der im Juli sehr gering, um Hinweise für den Juli abzuleiten. Zudem war der Juni 2026 zweigeteilt: Eine kühle und feuchte erste Hälfte und eine extrem heiße und trockene zweite Hälfte. Es gibt zahlreiche Beispiele, in denen der Juni kühl und regnerisch war, der darauffolgende Hochsommer aber warm und trocken, wie zB 1971 und 1991. Aber auch das Gegenteil ist beobachtet worden: Ein trocken warmer Juni wurde von einem kühlen und feuchten Hochsommer gefolgt, wie zB 1966, 1986 und 2000. Ganz allgemein wird das Witterungsgeschehen in Europa im Sommer in den letzten Jahrzehnten von einem Erwärmungstrend überlagert, dessen Hauptursache wohl weniger der Treibhausgasanstieg ist, sondern, wie zB hier genauer dargelegt, eine Änderung der Zirkulationsmuster über dem Ostatlantik und Europa in dem Sinne, dass es statt kühler West- und Nordwestströmungen häufiger warme oder sogar heiße Südwest- und Südströmungen gab und gibt. Hinzu kommt eine generelle Zunahme der Sonnenscheindauer von 10 – 20% über dem europäischen Festland, die natürlich ebenfalls erwärmend wirkt. Lassen wir uns überraschen, was der Juli bringt. Wie in einem vorherigen Beitrag erwartet, wurde die Hitzewelle in den Medien natürlich propagandistisch ausgeschlachtet, um eine Verschärfung klimapolitischer Maßnahmen in Deutschland zu fordern, die natürlich völlig ungeeignet sind, um Hitzewellen wirksam zu begegnen. Auch die in den links – grünen Medien aufgeführten Maßnahmen, um die Menschen vor den Auswirkungen von Hitzewellen zu schützen, spiegeln vor allem grüne Ideologie wider, wenn die wirksamste Methode, Menschen vor extremer Hitze zu schützen, nämlich Klimaanlagen, bewusst verschwiegen wird. Denn technologische Lösungen sind amerikanisches Teufelszeug, das, genauso wie Computertechnologien, Internet, soziale Medien, künstliche Intelligenz etc von den Linken und Grünen abgelehnt werden. Aber sie sind natürlich für den massiven Ausbau erneuerbarer Energien. Vielleicht sollten die Grünen mal daran denken, dass man Klimaanlagen auch mit erneuerbarem Strom betreiben kann: zB mit Photovoltaikanlagen auf dem Hausdach, die ja ansonsten immer propagiert werden. |
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