Hysterie, Hass und Hetze: Gute Grundlage für politische Entscheidungen?10. März 2025Folgt man den Main - Stream Medien, dann sind für Hass und Hetze – vor allem im Netz – Rechte, Rechtsradikale, Faschisten und Nazis verantwortlich. Sieht man jedoch, was sich in den letzten Wochen und Tagen in den Main - Stream Medien abspielte, gewinnt man einen völlig anderen Eindruck: Die Mainstream - Medien überschlagen sich förmlich in Hysterie, Hass und Hetze – gegen Rechts. Die Hauptobjekte von Hysterie, Hass und Hetze sind Putin, Trump und die AfD. Vor allem sind es die links – gerichteten Medien, die die Denke des links – grün orientierten Bildungsbürgertums widerspiegeln, die voll und ganz in Hysterie, Hass und Hetze aufgehen und aufzublühen scheinen. Von ihnen hätte man eher erwartet, dass sie mit klarem Kopf, kühl und rational reagieren. Aber, nein…. Sie sind eher das Epizentrum von Hysterie, Hass und Hetze. In den letzten Tagen, nachdem, in der Lesart der Linksmedien, US Präsident Trump den Kompakt zwischen den USA und Europa aufgelöst und die Ukraine unter den Bus geworfen hat, kam es von London, über Brüssel, Paris und Berlin zu hysterischen, teils panikartigen Reaktionen. Aus dieser Hysterie und Panik heraus beschlossen die EU und CDU Kanzler in spe Friedrich Merz ein gigantisches Aufrüstungsprogramm, als ob der Russe mit seinen Panzern schon an der Oder und kurz davor stünde, Berlin einzunehmen. Anders kann man das schon gar nicht mehr bezeichnen. Begleitet wurde die politische Inszenierung von Hass- und Hetztiraden in den Medien gegen Putin, aber auch gegen Trump im speziellen und Amerika im allgemeinen. Amerika ist der neue Feind Europas. Amerika, das bis vor kurzen unter Präsident Biden wegen seiner öko- und linksradikalen Politik von den deutschen Linksmedien noch über den grünen Klee gelobt wurde (inkl. dessen links – gerichteter Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris), avancierte praktisch über Nacht, neben Putins Russland, zum Reich des Bösen überhaupt. Europa werde von Amerika aufgegeben, Trump sei eine Marionette Putins und steht ihm an verbrecherischer Intensität nicht nach. Vor allem, weil er die Ukraine aufgegeben habe, dessen aufrechter und tapferer Präsident Selenskij nach dem Eklat im Weißen Haus (s. hier) nun schutzlos und alleine dasteht, müssen die Europäer zusammenstehen und ihn unbegrenzt in seinem Kampf gegen Russland bis zum Endsieg gegen Russland unterstützen. So oder ähnlich kann man die Stimmung der letzten Tage wohl zusammenfassen. In Deutschland hat das umgehend dazu geführt, dass Kanzler in spe Friedrich Merz eines seiner zentralen Wahlversprechen gebrochen und die verfassungsrechtliche Schuldenbremse aufgegeben hat, um militärisch, auch gegen Russland, aufzurüsten. Nicht genug damit, die schlaue SPD, der große Wahlverlierer und Juniorpartner der Koalition, hat Friedrich Merz auch gleich noch dazu gebracht, ein gigantisches schuldenfinanziertes Infrastruktur- (Konjunktur-)paket in Höhe von 500 Mrd EUR über 10 Jahre zu akzeptieren, das mit dem Aufrüstungspaket sachlich überhaupt nichts zu tun hat. Aber, um zu demonstrieren, wer in der Koalition das Sagen hat, und weil sie natürlich erkannt hat, dass Friedrich Merz auf jeden Fall Kanzler werden will und bereit ist, dafür jeden Wunsch der SPD zu erfüllen und jede seiner Positionen aufzugeben, die er im Wahlkampf vertreten hat und wofür er gewählt wurde, hat sich die SPD durchgesetzt. Sie hat damit mehr erreicht, als sie in der abgewählten Ampel Koalition jemals hätte erreichen können, denn sie ist daran gescheitert, dass die FDP nicht willens war, eine Neuverschuldung von ca 30 Mrd EUR für den Haushalt 2025 zu akzeptieren. Jetzt kriegt sie 500 Mrd praktisch geschenkt, allerdings über 10 Jahre. Die SPD ist der wahre Gewinner der Wahl, obwohl sie die Wahl auf dem Papier haushoch verloren hat. Denn sie kann die rot – grüne Politik der abgewählten Ampel nicht nur weiterführen, sondern mit Turbolader weiterführen, wovon sie nicht einmal zu träumen wagte vor vier Wochen. Es kann ihr einerlei sein, wer unter ihr als Kanzler dient, denn Friedrich Merz wird ihr für seine Kanzlerschaft jeden Wunsch erfüllen. Das alles kommt nicht völlig unerwartet, denn wir haben bereits am 9. 12. 2024 : (Zitat: Auch die Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen haben gezeigt, dass die CDU mit wem auch immer, zB mit den ganz Linken, wie Sahra Wagenknecht, koaliert, um an die Macht zu kommen, bzw an der Macht zu bleiben. Es geht um die Machtergreifung bzw um den Machterhalt, nicht um die Umsetzung politischer Inhalte; die vertritt die CDU sowieso nicht mehr, wenn man sie inzwischen als Teil des linken Lagers begreifen muss) und am 28. 2. 2025: (Zitat:….denn dadurch (die Brandmauer) ist er (Merz) erpressbar geworden und hat praktisch sichergestellt, dass er von seiner Agenda nichts umsetzen kann und von der linksgerichteten Agenda der SPD alles umsetzen muss, um seinen Wunsch, Kanzler zu werden zu erfüllen. Die rot – grüne Politik, die die Wähler abgewählt haben, wird unter Merz einfach weiter geführt) den Verdacht geäußert, dass Friedrich Merz den Wünschen der SPD weitestgehend nachkommt, um sein Ziel, Kanzler zu werden zu erreichen. Wie schlimm es wirklich kommen würde, war allerdings nicht absehbar. Das ist also "unsere Demokratie", die wir verteidigen müssen: Eine Demokratie der Lüge, Täuschung und Irreführung, damit eine abgewählte Politik mit Turbolader weiter geführt werden kann. Die größte und unverfrorenste Wählertäuschung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Das ist aber noch nicht alles. Da für die Verabschiedung dieser Verschuldungspakete eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist, die CDU/SPD/Grüne/FDP im neu gewählten Bundestag nicht mehr hätten, im alten, abgewählten Bundestag aber schon, soll das Verschuldungspaket noch vom alten Bundestag verabschiedet werden. Das ist zwar rechtlich fragwürdig, aber wahrscheinlich möglich. Jetzt melden sich allerdings die Grünen mit zusätzlichen Forderungen zu Wort, deren Stimmen für die Passage dieses Paketes im alten Bundestag erforderlich wären. Sie wollen natürlich, dass Teile ihrer Agenda, die sie in der Ampel nicht mehr durchsetzen konnten, weil es haushaltsrechtlich nicht möglich war, jetzt mit dem Infrastrukturpaket nachträglich doch noch durchsetzen. Friedrich Merz wird natürlich auch diesen Forderungen nicht im Wege stehen, um seine Kanzlerschaft nicht zu gefährden. Deutschland bekommt mit den Neuwahlen tatsächlich einen Politikwechsel – einen, den niemand erwartet hätte: Nämlich einen schuldenfinanzierten Wechsel zu noch viel mehr Rot und viel mehr Grün. Zurück zum Konflikt USA – Europa – Ukraine - Russland. Der abrupte Wechsel im Verhältnis zu den USA nach dem Eklat im Weißen Haus vor ca. einer Woche, hat in Politik und Medien eine beispiellose Hysterie, Hass und Hetzkampagne ausgelöst. Wir sind hier bereits auf die wesentlichsten Details eingegangen. Vor allem ist die Behauptung in den Medien, aber auch von Kanzler in spe Friedrich Merz, völlig abstrus, Trump hätte den Eklat bewusst herbeigeführt. Man hätte einem deutschen Bundeskanzler mehr Urteilsvermögen zugetraut. Aber seine – unzutreffende – Einschätzung hat wohl zu der Hysterie in Politik und Medien in den letzten Tagen beigetragen und war auch Hauptmotivation für seine und UvdLs hektische Aufrüstungsankündigungen, die wohl bereits vorher in der Schublade lagen, denn so schnell geht normalerweise nichts in der Politik. Inzwischen mehren sich zudem die Anzeichen dafür, dass es eher Selenskij war, der die Konfrontation bewusst herbei geführt hat, weil er dazu ua von den Demokraten in Amerika ermuntert wurde, oder weil er auch mehr auf die Hilfe der Europäer spekuliert haben könnte. Das alles führt zu folgenden Fragen: Ist Panik, Hysterie, Hass und Hetze ein guter Ratgeber für wichtige politische Entscheidungen? Und was hat sich in der Einschätzung der Sicherheitslage für Europa und auch für die Ukraine durch Trump geändert? Wie sieht der Zeiten- oder Epochenwechsel aus? Die Europäer und die USA stehen nach der Amtsübernahme von Donald Trump für zwei unterschiedliche Weltsichten, die beispielsweise hier anschaulich und überzeugend dargelegt werden. Europa, die Europäische Union, vor allem die EU Kommission, stehen für ein öko – sozialistisches, staatsdirigistisches System, in dem eine globalistische Agenda vorgibt und entscheidet, was politisch – moralistisch richtig ist und entsprechende politische Entscheidungen herbeiführt, obwohl das nicht immer dem Mehrheitswillen der Wähler entspricht. Hierzu gehören ua die Entscheidungen in der Klima- und auch der Flüchtlingspolitik. Die Flüchtlingspolitik hat dabei eine hohe Tagesaktualität, die Klimapolitik weniger, weil, obwohl bereits beschlossen, ihre Auswirkungen zwar durch höhere Sprit und Heizölpreise bereits heute spürbar sind, aber erst im Laufe der kommenden Jahre zu empfindlicheren Einschnitten für die Bürger führen werden und deswegen aus dem aktuellen Fokus gerückt sind. Sie wurden wohl teilweise auch bewusst verdrängt, um den Unmut der Bürger im Wahlkampf nicht herauf zu beschwören, durch – neben dem allgegenwärtigen Kampf gegen Rechts - die Debatte über die Sicherheitspolitik und vor allem über das weitere Vorgehen im Ukrainekrieg, in dem Europa die Linie verfolgt, die Ukraine müsse, koste es, was es wolle, bis zum Sieg über Russland unterstützt werden. Die Politik Europas ist überwiegend an ideologisch – moralistischen Zielvorgaben orientiert, die die Realität mitunter ignorieren. Trump fühlt sich demgegenüber hautsächlich seinen Wählern und seinem Land, den USA, verpflichtet (America First), und weniger an ideologischen, auch globalistischen Zielen, die zB von der UN gefordert werden, wie zB im Rahmen des Pariser Klimaabkommens. Er setzt seine Wahlversprechen Punkt für Punkt um (im Gegensatz zu Friedrich Merz, der genau das Gegenteil von dem macht, was er vor der Wahl gesagt hat). Er betont die nationale Souveränität der USA und will sich demokratisch nicht legitimierten Institutionen, wie denen der UN, denen er ohnehin eine Durchdringung mit sozialistischen Ideologien unterstellt, die feindlich gegen die USA eingestellt sind, nicht unterwerfen. Innenpolitisch setzt er auf drastischen Bürokratieabbau (DOGE), De-regulierung und Stärkung der Wirtschaft. Außenpolitisch will er durch die Erhebung von Importzöllen der amerikanischen Wirtschaft Wettbewerbsvorteile verschaffen und ausländische Investitionen in den USA ermutigen. Seine Politik ist ferner darauf ausgerichtet, einen Abbau von Spannungen mit konkurrierenden Großmächten wie China und Russland herbeizuführen. In diesem Sinne hat er zB in seiner Rede vor dem WEF angekündigt, mit China und Russland über einen Abbau der nuklearen Arsenale zu verhandeln. Den Ukrainekrieg betreffend hat er Verhandlungen mit Russland angekündigt, bzw bereits aufgenommen. Und er hat mit der Ukraine einen Plan ausgearbeitet, wie durch amerikanische Investitionen in der Ukraine der Wiederaufbau der Ukraine unterstützt und der Frieden gesichert werden könne. Inwiefern dieser Plan einen Frieden sichern könnte, sei dahin gestellt. Auf jeden Fall sollte dieses Abkommen am Freitag, den 28. Februar 2025 in Washington unterzeichnet werden, doch es kam zu dem allseits bekannten Eklat, weil Trump nach den Interventionen Selenskijs vor der versammelten internationalen Presse im Weißen Haus zur Auffassung gelangte, dass Selenskij überhaupt nicht an einer Friedenslösung interessiert sei, die Pressekonferenz abbrach, ohne dass die Vereinbarung mit der Ukraine unterzeichnet wurde. Selenskijs Interventionen waren sachlich durchaus begründet, wie zB die Absicherung einer Friedensvereinbarung, und der Hinweis darauf, dass Putin sich schon in der Vergangenheit nicht an Vereinbarungen gehalten habe. Aber die Pressekonferenz war die falsche Zeit und der falsche Ort. Diese Fragen hätten vorab hinter verschlossener Tür geregelt werden müssen und nicht coram publico vor der versammelten Weltpresse. Das hat bei Trump zu Verärgerung geführt, denn er wollte vor der Weltöffentlichkeit als Held und Sieger dastehen. Das hat ihm Selenskij vermasselt. Anschließend kam es in den darauffolgenden Tagen in Europa zu der bekannten, hysterischen Panikreaktion gegen die USA, verbunden mit den Zusicherungen der Europäer (und vor allem Deutschlands), die Ukraine bis zur Erringung des endgültigen Sieges über Russland zu unterstützen. Eines der zentralen Elemente in der europäischen Debatte über Trumps Politik ist die Behauptung, Trump würde sich aus der Verteidigung Europas – und auch der Ukraine – zurückziehen und den Kontinent schutzlos den Russen überlassen. Vielleicht sollte man mal etwas genauer hinhören, was Trump tatsächlich gesagt hat. Er hat zB während der Pressekonferenz im Weißen Haus gesagt: I am committed to NATO (min 28 – 29 im Video ). Er will erreichen, dass die Europäer ihre Verteidigungsausgaben erhöhen, was nachvollziehbar ist, nachdem besonders Deutschland nach der Wiedervereinigung die Bundeswehr im wesentlichen abgewickelt hat (von 2800 Panzern 1990 auf 313 Panzer 2024, Quelle: Wikipedia), seinerzeit als “Friedensdividende” bezeichnet. Trump hat sich nicht aus Europa zurückgezogen, sondern er will, dass Europa im Rahmen der NATO einen höheren Beitrag zur Verteidigung leistet. Die Debatte, die in Politik und Medien geführt wird, ist unaufrichtig. Auf die Ukraine bezogen, hat Trump die Militärhilfe der USA aus taktischen Gründen vorübergehend eingestellt, um die Ukraine zu Friedensverhandlungen zu zwingen. Wenn die Ukraine nicht zu Friedensverhandlungen bereit sei, soll sie spüren, wie weit sie ohne militärische Unterstützung der USA kommt. Das ist rabiat, sogar brutal, aber offensichtlich kommt man mit reinen Wortgefechten nicht voran. Allerdings ist diese Strategie nicht ganz ungefährlich, denn sie könnte den Russen strategische Vorteile bieten, weiter auf ukrainisches Territorium vorzudringen, was mit Sicherheit nicht in Trumps oder im Interesse der Europäer läge. Und im Interesse der Ukraine schon gar nicht. Mit anderen Worten: Die Europäer wollen Krieg, der von den Europäern gehasste US Präsident Trump will Frieden. Der tieferliegende ideologische Konflikt zwischen Europa und Amerika wird hier, wie bereits oben zitiert, nachvollziehbar erläutert. Die Frage ist, wer beurteilt die militärische, strategische und machtpolitische Situation zwischen der Ukraine und Russland realistischer? Die an moralistisch – ideologischen Leitlinien orientierten Europäer oder der pragmatische, teils undiplomatisch rabiat agierende, aber realitäts- und sachoríentierte Trump? Und wie könnte eine Friedensvereinbarung aussehen? Aus Sicht der Europäer nur so, dass sich Russland vollständig aus der Ukraine auf die Grenzen von Januar 2014 zurückzieht, also aus der Krim, dem Donbas und aus Donezk/ Luhansk und zudem Russland Reparationszahlungen für die angerichteten Verwüstungen an die Ukraine leistet. Das ist aus einer moralistischen Perspektive nachvollziehbar, denn Russland ist eindeutig der Aggressor, der ohne zwingenden Grund, wie eine klare, unmittelbare militärische Bedrohung (clear and present danger) durch die Ukraine, 2022 in die Ukraine einmarschiert ist. Aber wie realistisch ist das? Ohne jetzt endlos in die Vorgeschichte des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine einzugehen, die es natürlich gibt – die Ukraine steht da auch nicht gerade als Chorknabe da – und wenn man berücksichtigt, dass die von den Russen jetzt besetzten Gebiete historisch gesehen Teil von Russland waren und die Bevölkerung überwiegend russisch und vom Glaubensbekenntnis her russisch – orthodox ist, wird eine Friedensvereinbarung realistischerweise nur auf Grundlage der jetzigen militärischen Frontlinie erfolgen. Es ist unrealistisch zu glauben, dass die Russen die Gebiete, die sie unter erheblichen Opfern erobert haben, wieder der Ukraine überlassen. Die Ukraine hat mit ihrer Sommeroffensive 2023 versucht, die russische Armee – mit massiver westlicher Militärhilfe - aus den von ihr eroberten Gebieten zu vertreiben – erfolglos. Der Frontverlauf hat sich zwischen dem1 1. Januar 2023 und dem 1. Januar 2024 im wesentlichen nicht verändert. So weh es der Ukraine und den Europäern tun mag, sie wird auf die von den Russen jetzt eroberten Gebiete verzichten müssen. Es ist ferner unrealistisch zu glauben, die Ukraine würde in absehbarer Zeit NATO Mitglied werden, was die Europäer zwar angekündigt haben, was aber mit einiger Sicherheit nicht realisiert wird. Es ist auch nicht ganz realistisch zu glauben, dass eine europäische Friedenstruppe in der Ukraine (boots on the ground) an der ukrainisch – russischen Grenze von Russland akzeptiert werden wird. Andrerseits ist es erforderlich, dass es Garantien für ein Friedensabkommen gibt. Die Ukraine weist zu recht darauf hin, dass sich Russland in der Vergangenheit mehrfach nicht an vertragliche Vereinbarungen gehalten hat, wie zB das Budapester Memorandum von 1994, in dem die Ukraine ihre Atomwaffen (aus der Sowjetzeit) aufgegeben hat im Austausch für die Zusicherung der Unverletzbarkeit ihrer Grenzen. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Russland, den USA und dem Vereinigten Königreich. Das Minsk II Abkommen von 2015 wurde ebenfalls nicht eingehalten. Es ist ebenfalls unrealistisch zu glauben, dass Russland, dessen Krieg mit der Ukraine auch für Russland einen hohen Blutzoll gefordert hat, sich zu Reparationszahlungen an die Ukraine bereit erklären wird. Das ist bitter für die Ukraine, aber die Alternative wäre ein endlos weiter geführter Krieg, der in sich das Risiko birgt, zu eskalieren, sich auszuweiten und weitere Hunderttausende Opfer fordern könnte, so wie es Trump während des Eklats im Weißen Haus auch gesagt hat. Die Europäer, die diesen Krieg endlos weiter führen wollen, müssen sich folgende Fragen stellen: Sied ihr bereit für die Ukraine eine Ausweitung des Krieges auf Europa zu riskieren? Seid ihr bereit für die Ukraine einen Dritten Weltkrieg zu riskieren? Seid ihr bereit für die Ukraine endlos lange wirtschaftliche Opfer auf euch zu nehmen? Nun kann man behaupten, dies würde alle russischen Forderungen erfüllen, die russische völkerrechtswidrige Aggression belohnen und die Ukraine den Russen zum Fraß vorwerfen. Die unangenehme Wahrheit, die die Europäer begreifen müssen ist, dass Entscheidungen über Krieg und Frieden nicht auf moralistisch - ideologischer Grundlage getroffen werden (wer hat Schuld, wer hat recht, wer hat unrecht), sondern auf Grundlage eiskalter Interessen- und Machtpolitik. Man gewinnt den Eindruck – niemand wird es gerne hören wollen -, dass es im Moment nur zwei Leute gibt, die einen kühlen Kopf, einen klaren politischen Kompass und eine halbwegs rationale Realitätswahrnehmung haben: Donald Trump und Vladimir Putin. Deswegen hätte ein Einvernehmen zwischen den beiden Anführern der Großmächte USA und Russland die größten Chancen, einen stabilen Frieden herbeizuführen. Die von Hysterie, Panik, Moralistik und unverblümtem Hass und Hetze sowohl gegen Putin als auch gegen Trump angetriebenen Aktivitäten der Europäer sind da “wenig hilfreich”, um ein geflügeltes Wort von Angela Merkel zu verwenden. Sie stören da nur. So lässt sich weder ein Interessenausgleich zwischen Amerika und Europa noch eine Friedensvereinbarung für die Ukraine erreichen. Die gegenwärtige Kriegs - Hysterie und Aufrüstungs – Panik in Europa wirft zudem die Frage auf, inwieweit die Motivation hierfür begründet ist. Sie ist einerseits rational nachvollziehbar, insoweit wie sie dem Wunsch der USA nachkommen will, die Verteidigungsausgaben im Rahmen der NATO zu erhöhen. Sie ist ferner begründbar durch den Wunsch oder die Absicht der Europäer, die Ukraine bei der Verteidigung gegen Russland weiter zu unterstützen. Bislang haben die Europäer insgesamt etwa einen gleichhohen Beitrag zur Unterstützung der Ukraine geleistet, wie die USA, nämlich jeweils etwa 70 Mrd USD bis Ende 2024. Man würde sich allerdings wünschen, dass die Europäer nicht nur den Krieg gegen Russland unbegrenzt weiter finanzieren wollen - einen Krieg, den die Ukraine nie gewinnen wird -, sondern, dass sie, wie Trump, konkrete Schritte einleiten, diesen Krieg durch Verhandlungen zu beenden, bzw mit Trump gemeinsam an einem Friedensplan arbeiten, anstatt ihm mit “wenig hilfreichen” Hasstiraden gegenüber zu treten. Die Hysterie ist aber kaum nachvollziehbar, wenn argumentiert wird “wenn die Ukraine den Krieg mit Russland nicht gewinnt, wird Russland als nächstes in Europa einmarschieren. Deswegen müssen wir massiv aufrüsten, um für einen Krieg mit Russland gewappnet zu sein”. Diese Art von Kriegshysterie und Kriegspanik ist gelinde gesagt völliger Schwachsinn. Denn sie verkennt, dass Russlands Krieg gegen die Ukraine eine völlig andere Motivation und Ausgangssituation hat, als ein Krieg gegen die NATO und Europa jemals haben könnte. Denn mit dem Krieg gegen die Ukraine will Putin einen Teil des Gebietes in sein Reich wieder einverleiben, der früher bereits Teil von Russland war und überwiegend von Angehörigen der russischen Volksgemeinschaft bevölkert ist. Dieser Krieg ist natürlich völkerrechtswidrig und bricht frühere Verträge und Vereinbarungen. Aber es ist eine Sache, ob Putin, seiner Vorstellungwelt folgend - nachvollziehbar oder nicht -, das Zarenreich oder das Sowjetimperium wieder herstellen will. Aber es ist eine völlig andere, einen Atomkrieg mit der NATO zu riskieren. Putin ist eiskalter Machtpolitiker und er ist sich der möglichen Risiken militärischer Operationen bewusst, obwohl er sich mit dem Einmarsch in die Ukraine massiv verkalkuliert und nicht damit gerechnet hat, dass seine Streitkräfte in 2022 schwächer als erwartet und die ukrainischen kampfkräftiger als erwartet waren. Er hat sich 2022 militärisch verkalkuliert, obwohl er jetzt, in 2024 und 2025 wesentlich besser dasteht, da die Kampfkraft der Ukraine nachgelassen, während die Kampfkraft seiner Truppen sich erheblich verbessert hat. Putin ist dabei diesen Krieg zu gewinnen. Man beginnt einen Krieg nur, wenn man überzeugt ist, dass man ihn gewinnen kann. Die NATO ist zu stark, als dass Putin allen Ernstes glauben würde, er könnte einen Krieg gegen die NATO gewinnen, auch wenn er es wollte. Mal ganz davon abgesehen, dass er wohl kaum einen nuklearen Vernichtungskrieg riskieren würde, der auch Russland in die Steinzeit zurückversetzen würde. In diesem Sinne ist die Situation Russland vs Ukraine völlig unvergleichbar mit der Situation Russland vs NATO. Die Kriegshysterie bzw Kriegspanik der Europäer ist in dieser Hinsicht eher irrational und unbegründet. Allerdings ist eine Stärkung der Verteidigungsbereitschaft Europas bis zu einem gewissen Grad sinnvoll, damit ein potentieller Gegner nicht durch Schwäche zu einem Angriff ermutigt wird. Außerdem sollte man die Kriegsrhetorik etwas herunterschrauben und sich lieber an den Grundsatz halten: Speak softly, but carry a big stick, der dem amerikanischen Präsidenten Teddy Roosevelt (1901 - 1909) zugeschrieben wird . |
|