Von kleinen und großen Klimalügen

23. April 23

Ein lateinisches Sprichwort lautet: Die Welt will betrogen werden, also betrügen wir sie.

Dieses allgemein gültige Sprichwort ist auch das Leitmotiv der Debatte um den Klimawandel. Sie ist seit vielen Jahren keine Debatte über Sachinhalte mehr, sondern ein durch und durch ideologisierter – oder sogar teilweise religiöser – Diskurs.

In diesem Diskurs geht es darum, ideologische Weltuntergangsvisionen als Wahrheit zu vermitteln, um anschliessend Massnahmen zu fordern, um den Weltuntergang abzuwenden. So wie in jeder Religion und Ideologie werden Kritiker und Zweifler an den Weltuntergangsvisionen aufs Schärfste bekämpft, als Häretiker, Ketzer oder Leugner bezeichnet.

Die Protaginisten der Klimakatastrophe (Klimaalarmisten, -aktivisten, -hysteriker etc.) wenden dabei die altbekannten Methoden der psychologischen Beeinflussung der Massen an (z. B. Gustave Le Bon: Psychologie der Massen , Sigmund Freud: Massenpsychologie und Ich – Analyse) an.

Besonders gut auf den Punkt gebracht werden die propagandistischen Methoden der Klimaalarmisten in folgendem Zitat, über das ich kürzlich in einem Artikel auf der Klimakritiker Webseite Whattsupwiththat.com gestolpert bin.

Obwohl ich derartige Zitate ungern wiedergebe, tue ich es trotzdem, weil die Klimadiskussion derart verrottet ist, die Klimaalarmisten jegliche Scheu abgelegt haben, ohne Ende zu polemisieren und die Öffentlichkeit zu belügen und zu betrügen, dass es nicht unpassend ist, ihnen den Spiegel vorzuhalten:

“All this was inspired by the principle …that in the big lie there is always a certain force of credibility; because the broad masses of a nation are always more easily corrupted in the deeper strata of their emotional nature than consciously or voluntarily; and thus in the primitive simplicity of their minds they more readily fall victims to the big lie than the small lie, since they themselves often tell small lies in little matters but would be ashamed to resort to large-scale falsehoods.

“It would never come into their heads to fabricate colossal untruths, and they would not believe that others could have the impudence to distort the truth so infamously. …

“But the most brilliant propagandist technique will yield no success unless one fundamental principle is borne in mind constantly and with unflagging attention. It must confine itself to a few points and repeat them over and over. Here, as so often in this world, persistence is the first and most important requirement for success.”

— From Mein Kampf by Adolf Hitler (1925).

Das Zitat stammt aus Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Ich weiss nicht, ob es korrekt wiedergegeben ist, denn ich habe „Mein Kampf“ nicht gelesen. Ins Deutsche übertragen würde das in etwa lauten:

• Die Massen (die kleinen Leute) sind zwar in der Lage, kleine Lügen zu erkennen, weil sie ihren Erfahrungshorizont nicht übersteigen

• Sie sind aber nicht in der Lage grosse Lügen zu erkennen, weil grosse Lügen ihren Erfahrungshorizont übersteigen und sie sich nicht vorstellen können, in diesem Ausmass belogen zu werden

• Propaganda muss immer die emotionale Ebene ansprechen, niemals die intellektuelle

• Propaganda muss sich auf wenige, einfach verständliche Botschaften beschränken

• Diese einfachen Botschaften müssen immer wieder und immer wieder wiederholt werden

Genau das sehen wir auch in der Klimadebatte, denn diese einfachen Grundsätze der propagandistischen Beeinflussung der Massen sind allgemein gültig und deswegen natürlich auch in der Diskussion über den Klimawandel.

In dieser Diskussion kommt hinzu, dass im Klimapropagandismus nicht mehr unterschieden wird zwischen Daten, Fakten, Zahlen, Beobachtungen, Hypothesen, Theorien, Szenarien, Computermodellierungen, Behauptungen, Vermutungen und Spekulationen, sondern es wird alles gleichsam als Faktum dargestellt, wobei dieses „Faktum“ dem gewünschten politisch – ideologischem Narrativ angepasst wird. Alles, was dort nicht hineinpasst, wird entweder weggelassen oder als die Meinung von Ketzern, Herätikern oder Leugnern dargestellt.

Dies beschreibt recht genau nicht nur die Position alarmistischer und aktivistischer Klimaforscher, sondern auch die Darstellung des Klimawandels in den Main Stream Massen Medien.

Die These, die Emission von Treibhausgasen werde zu einer katastrophalen globalen Erwärmung („Klimakatastrophe“) führen, lässt sich als Übereinanderschichtung eines Hypothesengebäudes darstellen, wobei jede der Teilhypothesen eintreffen muss, um im Ergebnis zu einer „Klimakatastrophe“ zu führen.

• Starkes weltweites Bevölkerungswachstum
• Starkes weltweites Wirtschaftswachstum
• Starkes weltweites Energieverbrauchswachstum
• Hoher Einsatz von kohlenstoffreichen Energieträgern, wie Kohle und Öl
• Emittiertes CO2 verbleibt größtenteils in der Atmosphäre
• Der CO2 Anstieg führt zu einer starken Zunahme des Treibhauseffektes in der Atmosphäre
• Die Zunahme des Treibhauseffektes in der Atmosphäre führt zu einem starken Temperaturanstieg
• Der seit dem 19. Jahrhundert gemessene globale Temperaturanstieg ist vollständig auf die Einwirkung des Menschen zurückzuführen
• Durch den Temperaturanstieg kommt es zu einer Zunahme von Wetter- und Klimaextremen
• Um die negativen Auswirkungen des Temperaturanstiegs zu vermeiden, müssen wir weltweit in den kommenden Jahrzehnten die CO2 Emissionen drastisch reduzieren, idealerweise bis auf Null
• Dies ist auch möglich, weil wir weltweit fossile Energieträger problemlos und zu geringen Kosten durch erneuerbare Energien, wie Wind und Sonne ersetzen können

Dies ist das allgemein akzeptierte Narrativ, das von Klimaaktivisten und –alarmisten sowie von den Mainstream Massenmedien verbreitet wird.

Die ersten vier Punkte stellen die sozio – ökonomischen Parameter dar, die zur Klimakatastrophe führen sollen.

In den Szenarienrechnungen mit gängigen Klimamodellen, den sog. CMIP5 Modellen, wird meist das RCP8.5 Szenario verwendet, das von hohen Werten der sozio – ökonomischen Parametern ausgeht.

Hiernach sollen z. B. bis 2100 das Doppelte der nachgewiesenen Vorkommen fossiler Energieträger verbrannt werden, die CO2 Konzentration in der Atmosphäre soll nach 2050 exponentiell ansteigen, obwohl sich der Emissionstrend abschwächt – wenig realistische Szenarien.

Der nächste Punkt ist, dass der größte Teil des einmal emittierten CO2s in der Atmosphäre verbleiben soll. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die sog. “ airborne fraction“, d. h. der Teil des CO2, der in der Atmosphäre verbleibt, liegt bei etwa 40 – 50%, wenn man sie nur auf die Emissionen der fossilen Energienutzung bezieht (ca. 10 Gt Kohlenstoff p a). Da zusätzlich hierzu aber noch etwa 1 Gt Kohlenstoff aus der Brandrodung hinzu kommt, ist der relative Anteil, der in der Atmosphäre verbleibt, geringer als 40 – 50%. Die airborne fraction unterliegt starken Schwankungen von Jahr zu Jahr, weist aber keinen nennenswerten Trend auf.

Ein CO2 Anstieg auf ca. 900 ppm im Jahr 2100, wie im RCP8.5 Szeario unterstellt, erscheint völlig unrealistisch. Dies käme einem jährlichen Konzentrationsanstieg von etwa 1% gleich. Eine Fortschreibung der gegenwärtig beobachteten Anstiegsrate der atmosphärischen CO2 Konzentration von etw 0,5% pa würde im Jahr 2100 lediglich zu einer CO2 Konzentration von ca. 600 ppm führen.

Einfache Kohlenstoffmodellrechnungen zeigen zudem, dass die CO2 Konzentration in der Atmosphäre auch bis zum Jahr 2200 nicht über 500 ppm steigen würde, wenn man die Emissionen auf dem gegenwärtigen Niveau einfriert und weiter bis 2200 emittiert.

Allein dies lässt es mehr als fraglich erscheinen, ob zur Begrenzung eines Temperaturanstieges auf 2°C eine Totaldekarbonisierung der Weltwirtschaft in den kommenden Jahrzehnten erforderlich ist.

Als nächster Punkt die Frage, welcher zusätzliche Strahlungsfluss (Treibhauseffekt) und Erwärmung durch den zusätzlichen CO2 Gehalt in der Atmosphäre entsteht. Wichtig ist hierbei auch die Frage der Wechselwirkungen mit anderen Parametern im Klimasystem. Man nimmt an, dass durch eine CO2 Verdoppelung in der Atmosphäre eine Erwärmung von ca. 1°C im globalen Mittel hervorgerufen wird. Diese Erwärmung soll durch Wechselwirkungen, etwa mit Wolken und Wasserdampf, schlussendlich etwa dreimal so groß sein, nämlich ca. 3°C.

Die Wechselwirkung mit dem Wasserdampf kommt dadurch zustande, dass durch den anfänglichen Erwärmungseffekt durch CO2 mehr Wasser von den Ozeanen verdampft, und der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre zunimmt. Wasserdampf ist aber das wichtigste Treibhausgas in der Atmosphäre, und deswegen nimmt der Treibhauseffekt durch Waserdampf zu, es verdunstet noch mehr Wasser, was den Treibhauseffekt wieder verstärkt usw. bis ein neues Gleichgewicht erreicht ist.
Parallel dazu soll die Wolkenbedeckung abnehmen, wodurch sich die Rückstreuung des Sonnenlichtes durch die Wolken verringert und mehr Sonnenstrahlen den Erdboden und die Wasserflächen erreichen, was die Erwärmung ebenfalls verstärkt.

Beide Effekte sind aber Modellannahmen und man weiß nicht, ob die Atmosphäre wirklich so funktioniert, wie in den Modellen. Wolken und Wasserdampf – Rückkopplung sind wahrscheinlich die größten Unsicherheitsfatoren in den Klimamodellrechnungen.

Allein schon aus diesen Gründen – von den vorher genannten einmal ganz abgesehen – ist es abwegig zu behaupten, wie es manche Klimaalarmisten und die Medien häufig tun, sämtliche wissenschaftlichen Fragen betreffend den Klimawandel seien geklärt und es gäbe einen breiten Konsens (ofmals werden 97% genannt, eine reine Propagandabehauptung) dass die Klimakatastrophe kommt.

Nein, abgesehen davon, dass es wärmer wird, wenn man Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert, ist überhaupt nicht viel geklärt und fast alles, was damit zusammenhängt, ist Gegenstand aktiver Forschung.

Das nächste Narrativ, das sich in die Klimadebatte als nachgewiesen eingeschlichen hat ist die Behauptung, der gesamte Temperaturanstieg seit dem 19. Jahrhundert sei auf menschliche Aktivitäten, d. h. auf den Treibhauseffekt zurückzuführen.

Prima vista kann das allein schon deswegen nicht sein, weil der globale Temperaturanstieg in zwei etwa gleich großen Phasen stattgefunden hat, nämlich einmal von ca. 1915 – 1945 und dann von etwa 1976 – Anfang der 2000er Jahre.
Zwischenzeitlich hat es eine geringe Abkühlung gegeben.
Bereits in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts hat sich die Arktis stark erwärmt und die Gletscher weltweit sind sehr stark zurückgewichen (s. z. B. Artur Wagner, Klimaänderungen und Klimaschwankungen, Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig, 1940). Eine Auswirkung von CO2 auf den seinerzeit beobachteten Temperaturtrend hat Wagner ausgeschlossen.

Zu behaupten, der Treibhauseffekt sei bereits für die Erwärmung in der ersten Hälfte des Jahrhunderts verantwortlich würde darauf hinauslaufen, sie durch den Anstieg des CO2 Gehaltes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erklären – was natürlich physikalischer Unfug ist.

Der Treibhauseffekt hat eine messbare Wirkung auf die globale Temperatur erst in den letzten Jahrzehnten entfaltet, sodass man allenfalls behaupten kann, er sei für den größten Teil der Erwärmung in den letzten ca. vier Jahrzehnten verantwortlich – wobei man auch natürliche Parameter identifizieren kann, die in diesem Zeitraum ebenfalls zu einer Erwärmung geführt haben (s. z. B. hier). Die Erwärmung der vergangenen Jahrzehnte ist zudem erheblich geringer, nur etwa halb so groß, als sie es Modellrechnungen zufolge sein sollte.

Erklärungsversuche dahingehend, der Erwärmungseffekt durch Treibhausgase sei durch abkühlende Schwefeldioxidgase, die bei der fossilen Energienutzung neben dem CO2 ebenfalls emittiert werden, kompensiert bzw. überkompensiert worden, überzeugen nicht, da die regionalen Muster von modellierter Abkühlung und Erwärmung nicht zueinander passen; vielmehr liegt die Vermutung nahe, eine zu starke modellierte Erwärmung durch CO2 ist artifiziell durch eine zu starke Abkühlung durch SO2 überkompensiert worden: Sowohl die starke Erwärmung durch CO2 als auch die starke Abkühlung durch Schwefeldioxid sind realitätsfern (s. dazu auch die detailliertere Diskussion hier und hier ).

Die Frage, ob es zu einer Zunahme von Wetter- und Klimaextremen kommt, ist Lieblingsthema der Klimaapokalyptiker und der Medien.
Die Medien haben sich darauf festgelegt zu behaupten, dass Klima- und Wetterextreme durch den menschlichen Einfluss auf das Klima bereits zugenommen haben bzw. weiter zunehmen werden.

In der Tat ist dies das zentrale Narrativ der Klimalarmisten und der mit ihnen verbündeten Medien; ihr ganzes Narrativ, dass wir sofort handeln (CO2 reduzieren) müssen hängt praktisch an der Meme, dass Klimaextreme bereits zugenommen haben bzw. weiter drastisch zunehmen werden.

Deswegen regieren sie extrem empfindlich darauf, wenn man ihnen dieses Potemkinsche Dorf kaputt macht: Denn es ist ihr Hauptargument, drastische Emissionsminderungen zu fordern.


Denn abgesehen davon, dass in einem wärmeren Klima Wärmeextreme zu- und Kälteextreme abnehmen sollten, ist sehr wenig bis nichts gesichert. Zu einem ähnlichen Ergebnis gelangt auch der IPCC Sonderbericht zu Extremwetter .

Weder haben in den letzten Jahrzehnten weltweit Dürren, Überschwemmungen, Tropische Wirbelstürme, Stürme in den mittleren Breiten, Tornados, Hagelunwetter usw. zugenommen (s. auch hier und hier ), noch gibt es klare Hinweise darauf, dass sie in einem wärmeren Klima zunehmen werden oder sollten.

Von den Medien wird jedes einzelne Extremereignis als „Beweis“ für die Richtigkeit der Klimakatastrophenthese dargestellt – was natürlich grober Unfug ist, es sei denn, man kann einen zunehmenden Trend dieser Ereignisse nachweisen und ferner zeigen, dass dieser Trend mit der Erwärmung zusammenhängt. Die einzigen zunehmenden Trends in Mitteleuropa sind zunehmende Häufigkeiten von warmen bzw. heißen (s. z. B. hier Sommertagen ) und abnehmende Trends kalter Wintertage. Extremniederschläge und andere Klimaextreme haben in Mitteleuropa generell nicht zugenommen .

Der nächste Punkt in unserer Auflistung ist die aus der Behauptung, es stehe ein katastrophaler Klimawandel bevor, abgeleitete Forderung, wir müssen sofort die CO2 Emissionen drastisch reduzieren um die Klimakatastrophe zu verhindern.
Die aktuelle Diskussion um den New Green Deal, die Greta Aktivitäten und die Schüler Freitags Demos leiten sich unmittelbar daraus ab.

Nur: Diese Forderungen stellen die Klimaalarmisten bereits seit mehr als 30 Jahren auf. Lohnenswert ist in diesem Zusammenhang ein Blick auf die „Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“ durch den Arbeitskreis Energie der deutschen physikalischen Gesellschaft vom Januar 1986. Dort heißt es unter anderem:

Bereits in 50 Jahren ist ein CO2 Anstieg auf 540 ppm möglich (in der Wirkungssumme aller Spurengase), wodurch die globale Mitteltemperaturen um 2 – 4°C steigen würden (an den Polen um 6 – 8°C).

Um den weltweiten Temperaturanstieg auf 1°C zu begrenzen, müssen die Klimagasemissionen ab sofort (1986) um 2% pa reduziert werden, damit die Emissionen spätestens in 50 Jahren nur ein Drittel der gegenwärtigen (1986) Emissionen betragen.

Beginnt man erst in 1 – 2 Jahrzehnten mit den erforderlichen Emissionsminderungen, ist es bereits zu spät, denn dann sei eine Emissionsminderung um ca. 7% pa erforderlich, was praktisch nicht machbar sei.


Diese Forderungen sind inhaltlich identisch sowohl mit denen der heutigen Klimaalarmisten unter den Klimaforschern, als auch mit jenen von Alexandria Ocasio Cortez , Greta Thunberg und ihrer schulschwänzenden Nacheiferer.

Man fragt sich: Sind diese Leute eigentlich nicht lernfähig? Haben sie nicht begriffen, oder sehen sie nicht, dass inhaltlich gleiche Forderungen bereits seit mehr als 30 Jahren aufgestellt werden, ohne dass irgendeine dieser alarmistisch – apokalyptischen Prophezeihungen eingetroffen ist?

Und das, obwohl sich seit 1986 die weltweiten CO2 Emissionen etwa verdoppelt haben, der CO2 Gehalt in der Atmosphäre auf etwas über 400 ppm (und in der Wirkungssumme aller Spurengase wohl auf knapp 500 ppm) gestiegen ist?


Das einzige ist: Es ist wärmer geworden seit Mitte der 1980er Jahre, etwa ein knappes halbes Grad, 0,13 – 0,17°C pro Jahrzehnt, abhängig davon, welchen Datensatz man betrachtet. Wahrscheinlich ist dieser Temperaturanstieg aber nicht vollständig den Treibhausgasen zuzurechnen, weil es aufgrund natürlicher Effekte Mitte der 1980er Jahre relativ kühl war (La Nina, solares Minimum. Abkühlung durch Vulkanausbrüche, El Chichon 1982, aber auch Pinatubo 1991 mehr zu Beginn des 30jährigen Zeitraums) und erwärmender Faktoren gegen Ende des Zeitraums, besonders das Extrem El Nino 2015 – 2016).

Ein halbes Grad, aber nicht 2, 3 oder 4 Grad.

Alle weiteren Prophezeihungen sind im wesentlichen nicht eingetroffen, insbesondere die behauptete Zunahme von Witterungs- und Klimaextremen.

Wann lernen diese Leute endlich was dazu? Und verschonen die Welt mit den immer gleichen Behauptungen und Forderungen, von denen wir seit langem wissen, dass sie unbegründet sind?

Wahrscheinlich nie, denn das würde ja ihr eigentliches Anliegen konterkarieren,
deswegen wiederholen sie die gleichen Behauptungen immer wieder und immer wieder, getreu den Grundsätzen des Propagandismus (s. oben).

Denn jetzt kommt der nächste und letzte Punkt in dieser langen Liste der kleinen und großen Klimalügen: Nämlich, dass eine rasche Dekarbonisierung der Weltwirtschaft nicht nur technisch möglich ist, sondern sogar gegenüber den fossilen Energieträgern sogar noch billiger ist (z. B. hier ).

Bei allen diesen Studien sollte man den Grundsatz nicht vergessen, dass man keiner Studie glauben kann, deren Eingangsprämissen und Annahmen man nicht selbst festgelegt hat. Denn in Abhängigkeit von diesen Prämissen ist ein breites Spektrum von Ergebnissen möglich – genauso und nicht anders, wie bei allen Szenarienstudien, mit denen man die Auswirkung von Treibhausgasemissionen auf das Klima zu berechnen sucht (s. oben).

Es hat in den letzten Jahren viele Studien gegeben, in denen behauptet wurde, eine völlige Umstellung auf Erneuerbare Energien sei problemlos und zu geringen Kosten möglich.

Nur: Es gibt fast genausoviele Studien, die diese Studien widerlegt haben, vor allem, indem sie die Eingangsprämissen und sonstige Annahmen hinterfragt haben. Denn diesen Studien liegen meistens Annahmen über die technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit zugrunde, die wesentlich zu optimistisch bzw. unrealistisch sind, bzw. in Studien widerlegt worden sind, die sich nicht an theoretisch möglichen Annahmen orientieren, sondern an in der Realität beobachteten.

Denn dann sieht es für die Erneuerbaren nicht so toll aus. So wurde z. B. hier gezeigt, dass die Annahmen einer derartigen Studie, der zufolge eine Umstellung auf erneuerbare Energien in den USA problemlos möglich sei, wenig realistisch sind:

In particular, we point out that this work used invalid modeling tools, contained modeling errors, and made implausible and inadequately supported assumptions.

Wenig ermutigend für die Photovoltaik sieht z. B. eine Studie hier aus, in der gezeigt wird, dass der Energieaufwand zur Herstellung von Photovoltaikanlagen deren Energieertrag in Ländern mit wenig Sonne, wie in Europa nördlich der Alpen, überschreitet. D. h., in Deutschland würde die Photovoltaik weder einen Beitrag zu einer CO2 Einsparung noch zur Energieversorgung leisten.

Auch bei der Windenergie sieht es in Deutschland nicht besonders gut aus, da der Kapazitätsfaktor hier – im Gegensatz zu den windreicheren Gegenden in den USA, wo er bei 30 – 40% liegt – nur bei 15 – 19% bei Onshore Anlagen liegt. Der Windertrag für bestehenden Windkraftanlagen in den USA wurde auf etwa 0,5W/m2 geschätzt, entsprechend weniger wären es hier. Auch für die von Erneuerbaren Energien begünstigten USA wäre eine Umstellung auf Erneuerbare kaum machbar.

Ähnliches gilt für das ebenfalls von Erneuerbaren begünstigte Australien Ein Umstieg auf Erneuerbare ist entweder technisch nicht machbar, oder nur zu prohibitiv hohen Kosten, die zum Ruin der Volkswirtschaft führen würde.

Auch für Europa sieht es nicht besonders gut aus .

Einen Austausch der Argumente pro und contra der Durchführbarkeit einer Total – Dekarbonisierung der Energieversorgung kann man auch hier nachlesen.

Wenn die Chancen Erneuerbarer sogar in großen Flächenstaaten, wie den USA und Australien, nicht besonders gut sind, dann sieht es in Ländern mit wenig Fläche, wie Deutschland sehr schlecht aus, da Erneuerbare eine sehr geringe Energiedichte pro Fläche haben und deswegen der Flächenbedarf zur Erzeugung einer bestimmten Energiemenge sehr groß ist.

Das andere, fast größere Problem der Erneuerbaren ist die unstete Erzeugung, da die Sonne eher selten scheint (nachts überhaupt nicht) und der Wind auch nicht immer weht.

Die Kapazitätsfaktoren von Windenergieanlagen liegen in Deutschland bei 15 - 20% und die von Photovoltaikanlagen bei etwa 10%.

Egal, wieviel Anlagen man dann baut, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, wird absolut nichts produziert. Speicherkapazitäten im erforderlichen Ausmass gibt es nicht und sind weder technisch noch zu erträglichen Kosten darstellbar.

Dies ist nur eine kleine Auswahl von Studien, die die Machbarkeit der Umstellung auf Erneuerbare hinterfragen, um zu zeigen, dass es keineswegs unumstritten ist, dass eine Vollversorgung mit Erneuerbaren technisch möglich oder wirtschaftlich erträglich ist.

Eher das Gegenteil ist der Fall.

Die Präsentation von Studien, in denen das Gegenteil behauptet wird (überwiegend in den grün – alternativen Medien und von Institutionen, die sich der „Energiewende“ verpflichtet fühlen) haftet der Makel von grün – alternativen Auftragsstudien an, mit denen die öffentliche Meinung propagandistisch beeinflusst werden soll.

Schliesslich und endlich ist der Kampf gegen den Klimawandel kein Kampf um das Überleben des Planeten (obwohl es Greta anders darstellt, wird der Planet überleben, egal, ob die Temperaturen 1,5, 2,0 oder 2,5 Grad ansteigen), sondern er ist ein Kulturkampf, dessen Ziel die Abschaffung der Industriegesellschaft und des kapitalistischen Wirtschaftssystems ist. Was sich vor zwei Jahren noch fast wie eine verwegene Behauptung anhörte, kristallisiert sich jetzt immer klarer heraus. Zuviel, was in letzter Zeit geschrieben und gesagt wurde, lässt keine andere Schlussfolgerung mehr zu (s. z. B. hier hier hier hier hier und hier .

Auch aus solchen Aussagen wie diesen hier, wird klar, wohin die Reise gehen soll:

Schon 1992 soll George H. W. Bush ziemlich klar gesagt haben, dass der "amerikanische Lebensstil nicht verhandelbar" sei. Doch, genau darum geht es. Dieser Lebensstil, der mittlerweile weltweit kopiert wird, ist verhandelbar. Jedenfalls dann, wenn man eine Erde für alle will.

Das hört sich nämlich nicht danach an, als sei eine kostengünstige Energieversorgung mit Erneuerbaren machbar, sondern danach, dass dies nicht machbar ist und dass man das Ziel die Erde zu retten nur dann erreichen kann, wenn man Verzicht übt, d. h. unser Lebensstil muss verhandelbar sein.

Darum geht es. Verzicht üben, den Lebensstandard senken, um den Planeten zu retten. Die Wirtschaft zu de-karbonisieren, obwohl man weiss, dass Erneuerbare in keiner Weise in der Lage sein werden, die fossilen Energieträger zu ersetzen. De-karbonisierung ist nur machbar durch Absenkung des Lebensstandards, durch Verzicht, wahrscheinlich bis hin zu Armut und Elend in einigen Bevölkerungsschichten.

Das sagt aber keiner offen.
Stattdessen wird der Öffentlichkeit eine große Propagandashow nach der anderen aufgetischt, in der das Gegenteil behauptet wird, wo man noch dazu die Öffentlichkeit überzeugt hat, noch mehr Klimaschutz zu fordern, ohne ihr klarzumachen, dass sie es sein wird, die die Rechnung dafür bezahlen wird – durch schwindenden Lebensstandard, vielleicht sogar durch eine Rückkehr zu Armut und Elend in einigen Bevölkerungsschichten. Sie wird also gezielt belogen.

Und wofür das Ganze? Dadurch, dass man hier bei uns eine Total – Dekarbonisierung durchführt, ändert sich am Klima nicht das Allergeringste.

Denn das ist die nächste Lüge, die der Öffentlichkeit aufgetischt wird:


Es wird der Eindruck erweckt, wir müssten hier bei uns auch das letzte Molekül CO2 reduzieren, egal, zu welchen Kosten, denn das sei zur Rettung des Klimas erforderlich – und impliziert, man würde dann das Klima auch wirklich retten:

Wir in Deutschland können das Weltklima im Alleingang retten.

Nein, Greta, wir können es nicht: Sogar Europa und Amerika zusammen emittieren nur ca. 25% des weltweiten CO2s – mit seit mehr als 10 Jahren abnehmender Tendenz. D. h. der Rest der Welt emittiert bereits heute dreimal mehr – mit stark steigender Tendenz.

Und das ist die nächste Lüge. Niemand sagt Greta, dass die befürchteten Klimaänderungen nicht wegen der vergangenen und der heutigen Emissionen der Industriestaaten eintreten sollen, sondern wegen der wesentlich höheren, die in vielen Szenarien für die nächsten Jahrzehnte erwartet werden:

Und die kommen nicht aus Schweden, Deutschland, Europa oder Amerika, sondern aus China, Indien, Indonesien, Brasilien usw., Länder, die ein starkes Bevölkerungswachstum und ein starkes Wirtschaftswachstum aufweisen und die ihren Lebensstandard auf unser Niveau anheben wollen – auch durch den verstärkten Einsatz bezahlbarer fossiler Energieträger.

All das, was hier gesagt wird, ist den Experten in Industrie, Wirtschaft und Politik bekannt. Trotzdem tun sie so, als sei die Erfüllung von selbstgesteckten Klimaschutzzielen (denn es sind selbstgesteckte politisch – ideologische Ziele, auch die Ziele des Pariser Klimaabkommens, auf die oft hingewiesen wird, sind freiwillige Zusagen, keine rechtsverbindlichen) das vorrangige Ziel deutscher Politik – ohne Rücksicht auf andere Politikziele, wie die Vermehrung von Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung für alle, sozialen Ausgleich usw.

Das wird nicht lange gut gehen. Früher oder später wird es zu einem gesellschaftspolitischen Knall kommen, wenn die Öffentlichkeit merkt, welche Opfer ihr abverlangt werden, um im Ergebnis für das Klima nichts zu bewirken, ausser der Erfüllung einer politisch – ideologischen Zielvorgabe.

Die Wirtschaft sollte eigentlich schon heute wissen, wo die Reise hingeht und man mag hoffen, dass sie irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft aufwacht und die Dinge beim Namen nennt und nicht immer nur darauf schaut, was man im Rahmen der klimapolitischen Korrektness sagen darf und was nicht.

Denn auch sie trägt heute durch ihr Schweigen dazu bei, dass sich die kleinen und die großen Klimalügen im Bewusstsein der Öffentlichkeit als Wahrheit festgesetzt haben.

Schlußendlich sollte irgendjemand mal auch Greta die Wahrheit sagen. Auch sie ist nur ein Opfer vieljähriger Indoktrination, Manipulation und Propaganda.