Die Grüne Abrissbirne für Wirtschaft und Gesellschaft

5. Dezember 2024


Wir befassen uns auf diesen Seiten seit einer Reihe von Jahren mit der Klimapolitik in Deutschland, in der EU und teilweise auch mit der Klimapolitik in den USA und vor allem auch mit der Klimapolitik der UN.

Historischer Überblick


Vor allem gehen wir auch auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Klimapolitik ein und vertreten seit mehr als 10 Jahren die Auffassung, dass nicht der Klimawandel Deutschland bedroht, sondern die Klimapolitik (siehe zB den Beitrag vom 4. Oktober 2010 ).

Wir haben das an zahlreichen Beispielen nachzuweisen versucht. Es würde zu weit führen, alle hier aufzuführen; es sind einige Hundert. Man braucht eigentlich nur mal durch die Climatetruth Beiträge der letzten Jahre durchzuscrollen, um einen umfangreichen Fundus von Beiträgen zu finden, die sich dieser Thematik widmen.

Der Grüne Angriff auf breite gesellschaftliche Schichten hat unter der Ampelkoalition dramatisch zugenommen.

Aber auch aus der EU, die den von der CDU Frau Uschi von der Leine initierten Green Deal durchsetzen will (und der vom EU Parlament mit den Stimmen der konservativen EVP durchgewunken wurde) kommen zusätzliche Einschränkungen und Kostenlawinen auf die Bürger der EU zu, besonders auf Deutschland, da Deutschland EU Richtlinien eher penibel in deutsches Recht überführt und auch anwendet. Das wird erfahrungsgemäß in anderen EU Staaten, vor allem in den südlichen, etwas laxer gehandhabt.

Ferner muss man sich darüber im Klaren sein, dass die ” Grüne Abrissbirne”, nach der wir diesen Beitrag benannt haben, nicht nur die Politik der Partei “Die Grünen” betrifft (obwohl die ganz besonders), sondern auch die Politik der meisten anderen Parteien in Europa, die gerade an der Macht sind.

Das trifft natürlich besonders auf die EU zu, aber ganz besonders auf das Vereinigte Königreich, dessen Premierminister Keir Starmer einen ausgeprägten klimapolitischen Radikalkurs fährt, ähnlich wie einer seiner Vorgänger, nämlich Boris Johnson, einst Premierminister der konservativen Tories.

Klimapolitik unter Angela Merkel


Um auf Deutschland zurückzukommen, sollte man sich daran erinnern, dass die CDU unter Merkel kaum eigene programmatische Inhalte mehr vertreten, sondern seit 2011 im Wesentlichen die sozialpolitische Agenda der SPD und die klimapolitische Agenda der Grünen umgesetzt hat.

Merkel ging es in erster Linie um den Machterhalt und um das zu erreichen, ging sie mit wem auch immer Bündnisse ein.
Dies wird, am Rande bemerkt, auch unter Friedrich Merz nicht anders sein, falls er die Neuwahlen Ende Februar 2025 gewinnt.

Jedoch war Angela Merkel politisch eher nach Links orientiert, wie wir bereits 2017 und auch 2018 angemerkt haben ( Wofür steht Angela Merkel? Im Zweifel für Links ) (GroKo Koalitionsvereinbarung setzt klimapolitische Agenda der Grünen um), weswegen wir bereits damals Angela Merkel als links – liberale Kanzlerin einer einstmals konservativen Partei bezeichnet haben, die mental näher bei den Grünen steht, als bei ihrer Partei, der CDU/CSU.

Das sollte man zur Vorgeschichte der Ampelpolitik wissen.

Klimapolitik unter der Ampelregierung


Die Ampel hat die bereits von Angela Merkel begonnene Klima- und Umweltpolitik mit einer kompromisslosen Härte ausgeweitet und weitergeführt.

Die zentrale Figur bei der Umsetzung der klimapolitischen Agenda der Grünen ist Klimaminister Habeck. Habeck hat zwar eine Doppelrolle als Klima – und Wirtschaftsminister, aber er benutzt seine Position als Wirtschaftsminister eigentlich nur, um seine klimapolitische Agenda umzusetzen.

In diesem Sinne ist den Grünen mit der Besetzung der Posten des Wirtschafts- und Klimaministers durch eine Personalunion mit Robert Habeck ein großer Coup gelungen.

Die Politik der Ampel ist und war im Wesentlichen eine Grüne (Klima) Politik, der alle anderen relevanten Politikbereiche unterworfen wurden, natürlich besonders die Wirtschafts- und Energiepolitik, aber auch die Außenpolitik (s. die Beispiele hier hier hier hier und hier ).

Eines der kontroversesten Gesetze Habecks war das sog. Heizungsgesetz , umgangssprachlich auch oft “Heizhammer” genannt.

Mit diesem Gesetz wurde breiten Bevölkerungsschichten - vielleicht erstmals - bewußt, was die Grüne Klimapolitik für sie persönlich für Auswirkungen haben würde, nämlich finanzielle Belastungen von einigen 10 Tsd. EUR, bis in den Bereich 50 – 100 Tsd. EUR. (Siehe dazu die Diskussion hier und hier).

Es überrascht, dass es dagegen keinen größeren öffentlichen Aufschrei gegeben hat, obwohl massiver Widerstand erkennbar wurde.

Im Kern versuchen die Grünen stramme ordnungsrechtliche Maßnahmen zur CO2 Minderung durchzusetzen – um das übergeordnete Ziel ihrer Politik zu erreichen, nämlich das Einhalten der “Klimaziele”, was auf Deutschland bezogen Net – Zero bis 2045 bedeuten würde.

Diesem Ziel haben sich dem Willen der Grünen zufolge alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft unterzuordnen. Die Kosten der Zielerreichung und die Auswirkungen auf andere Politikbereiche und –ziele sind irrelevant.

Die stringente Durchsetzung dieser Politik wird absehbar zu drastischen Einbußen bei Einkommen, Wohlstand, Lebensstandard sowie zur Enteignung bzw. Teilenteignung (besonders bei Immobilienbesitzern) führen. Dies ist auch vielen Grünen Proponenten dieser Politik bekannt bzw. sogar bewußt gewollt (z. B Klimaurteil des BVerfG vom 29. 4. 2021 RN 37 .)
Unterstützung erfährt diese Politik von den Medien, die in Deutschland fast durchgängig grüne Ideologien als die einzig richtige “Wahrheit” vertreten.

All das haben wir (und auch viele andere) in der Vergangenheit in zahlreichen Beiträgen dargelegt (s. oben).

Kritische Betrachtungen zur Klimapolitik der Ampel aus Sicht eines Wirtschaftswissenschaftlers


Einer derjenigen, der sich mit der Grünen Politik recht detailliert und kritisch auseinandersetzt, ist der Wirtschafts- und Finanzwissenschaftler Christian Rieck.

Eines seiner Interessengebiete ist die Spieltheorie. Rieck hat zu einer Reihe Grüner politischer Entscheidungen youtube Videos veröffentlicht, in denen er diese Entscheidungen aus spieltheoretischer Perspektive durchleuchtet und offenlegt, dass sie ihrem Anspruch nicht gerecht werden, das Klima zu “schützen” und oft die teuerste Variante darstellen, CO2 zu reduzieren. Würde man das gleiche Geld anderweitig in CO2 Minderungsmaßnahmen investieren, könnte man damit wesentlich mehr CO2 reduzieren.

So könnte man mit einem Emissionshandel die gleichen CO2 Minderungen zu wesentlich geringeren Kosten erreichen, als durch stringentes Ordnungsrecht, dem die Kosten einerlei sind, ein Argument, das nicht nur wir auf diesen Seiten schon häufig vertreten haben, sondern auch eine Reihe von Wirtschaftswissenschaftlern .

Nachfolgend wollen wir mehrere der Videos von Christian Rieck verlinken und empfehlen den Lesern, sie sich in einer ruhigen Stunde anzuschauen (sie sind teilweise etwas länger). Es lohnt sich allemal, da Rieck detailiert auf eine Reihe von Teilaspekten eingeht, die man ansonsten sehr selten hört und liest, die aber die Absurdität der Grünen Politik in besonders deutlicher und greifbarer Weise offenlegen.

Vor allem geht Rieck auf die finanziellen Konsequenzen der Grünen Politik ein, die in den Grünen Medien, also fast allen in Deutschland, (wahrscheinlich absichtlich) unterschlagen werden, denn würden den Menschen die finanziellen Auswirkungen für sie selbst klar werden, wäre es mit ihrer Unterstützung der Grünen Klimaradikal – Politik sehr schnell vorbei.

Das erste Video stellt den Klima – Nutzen einer Wärmepumpe im Verhältnis zu ihren Kosten in Frage.
Rieck listet eine Reihe von Argumenten auf, die wir auf diesen Seiten in der Vergangenheit ebenfalls dargelegt haben. Die zwangsweise Einführung einer Wärmepumpe, vor allem im Gebäudebestand, verursacht exorbitante Kosten, denen nur eine geringe CO2 Einsparung gegenübersteht (s. dazu auch hier). Mit dem gleichen finanziellen Aufwand kann an anderer Stelle erheblich mehr CO2 eingespart werden.

Das Heizungsgesetz ist reine Grüne Symbolpolitik ohne nachvollziehbaren praktischen Nutzen, vernichtet aber massiv die Werte von Bestandsimmobilien. Rieck bezeichnet es deswegen zu recht als Enteignungs- und Wohlstandsvernichtungsgesetz.

Das zweite Video befasst sich mit der EU Gebäudesanierungspflicht, die in den nächsten Jahren auf uns zurollen wird und noch dramatischere Auswirkungen auf Immobilienbesitzer haben wird, als das Heizungsgesetz.

Besonderes Augenmerk richtet er darauf, dass der gesamte Gebäudebestand in 2050 zu Nullenergiehäusern umgewandelt werden soll, was für den Gebäudebestand absolut nicht darstellbar ist, aber trotzdem von der EU gefordert wird.

Die nicht erfüllbaren Anforderungen kommen einer quasi – Enteignung gleich (s. dazu auch hier).

Außerdem ist zu befürchten, dass diese EU Richtlinie in Deutschland sehr stringent und in Südeuropa eher lax umgesetzt wird.

Zudem weist Rieck auf den Interessenskonflikt zwischen Immobilienbesitzern und den Wirtschaftszweigen hin, die von stringenten Gebäudesanierungspflichten profitieren: die Immobilieneigner werden zur Kasse gebeten, Wirtschaftsunternehmen, wie Heizungsbauer, Dämm -Materialhersteller und Baufirmen etc. schöpfen Extraprofite ab.

Im folgenden Video geht Rieck auf die Probleme der Subventionierung Erneuerbarer Energien nach dem EEG ein.

Er verdeutlicht, dass die Abnahmegarantien (prioritärer Netzzugang) zu Fehlanreizen führt, Strom auch dann zu produzieren, wenn kein Bedarf besteht. Dieser Strom muss dann zu negative Preisen “verschleudert” werden.

In den Kostenrechnungen auch nicht enthalten sind die sog. Systemintegrationskosten der Erneuerbaren, wie zB. der Netzausbau , (der etwa 650 - 730 Mrd. EUR kosten soll) und das Vorhalten von Back – up Kapazitäten für die Zeiten, in denen Erneuerbare keinen ausreichenden Strom erzeugen, um den Bedarf zu decken.

Erinnert werden muss daran, dass Stromverbrauch und –erzeugung zu jedem Augenblick im Gleichgewicht stehen müssen, um einen Netzzusammenbruch zu vermeiden.

Dies führt in letzter Konsequenz dazu, dass man eine duale Stromerzeugungsstruktur vorhalten muss, um sicherzustellen, dass genügend Strom auch dann erzeugt wird, wenn die Erneuerbaren teilweise oder ganz ausfallen, wie zB in den sog. Dunkelflauten, in denen sowohl Wind als auch Sonne komplett bei der Stromerzeugung ausfallen.

Erneuerbare Erzeugung aus Biomasse und Wasserkraft ist davon nicht betroffen, trägt aber nur etwa 10% zur Stromerzeugung bei in Deutschland und ist im wesentlichen nicht weiter ausbaufähig.

Das nächste Video befasst sich mit einem unfassbaren, einzigartigen Vorgang, nämlich der beabsichtigten Zerstörung der Erdgasversorgungsinfrastruktur, der Gasnetze, durch die Grünen.

Rieck verdeutlicht die Kostenstruktur dieser Gasnetze, deren Aufbau mehr als 100 Jahre gedauert hat und in denen Hunderte von Milliarden EUR stecken.

Der Aufbau von Energieversorgungsnetzen, wie Gas, Strom, Fernwärme erfordert extrem hohe “Vorabkosten”, also Investitionskosten, bevor eine einzige kWh Gas, Strom oder Fernwärme durch das Netz fließt.

Hinzu kommen Fixkosten zur Aufrechterhaltung des Betriebs, die unabhängig davon anfallen, wie viele kWh Gas, Strom oder Fernwärme durch die Netze fließen.

Alle diese Kosten werden den Verbrauchern in Rechnung gestellt, zusätzlich zum tatsächlichen Verbrauch. Dh., die Rechnung für den Verbraucher enthält nicht nur den tatsächlichen Verbrauch, sondern auch anteilige Kosten für die Vorabinvestitionen und die Fixkosten.

Wenn weniger Verbraucher die jeweilige Versorgung mit Strom oder Gas in Anspruch nehmen, werden die Fixkosten, die gleich bleiben, auf immer weniger Verbraucher umgelegt – die Strom- und Gaspreise steigen.

Bei Fernwärme kommt hinzu, dass die Bereitsteller von Fernwärme (welche Primärenergie soll überhaupt für die Erzeugung von Fernwärme zum Einsatz kommen? Gas? Kohle?) eine Monopolstellung im jeweiligen örtlichen und regionalen Markt haben und diese Marktposition ausnutzen, um die Preise in die Höhe zu treiben.
Bei Gas und Strom gibt es eine gewisse Marktkonkurrenz; wenn es zu teuer wird, kann man den Anbieter wechseln, bei Fernwärme nicht.

Rieck geht auf einen weiteren Aspekt ein, bei dem sich die “Grüne Abrissbirne” besonders deutlich zeigt.
Dabei handelt es sich um die aus ideologischen Gründen betriebene Zerstörung – und nicht nur Stillegung – von Teilen der bestehenden Energieinfrastruktur.

Beispiele dafür sind die Sprengung des KKWs Philippsburg in Baden – Württemberg und die Zerstörung des Kohlekraftwerkes Moorburg , eines der modernsten Kohlekraftwerke der Welt, in Hamburg.

Man hat also mitten in der Energiekrise diese Kraftwerke nicht nur abgeschaltet, sondern aus ideologischen Gründen bewußt, mutwillig und absichtlich zerstört, um zu verhindern, dass eine Nachfolgeregierung diese Kraftwerke wieder in Betrieb nehmen kann, wenn sie es wollte.

Etwas Ähnliches soll mit den Gasnetzen passieren. Sie sollen zerstört werden, damit eine künftige Regierung nicht in der Lage sein soll, sie wieder in Betrieb zu nehmen. Wie das mit der Strategie zusammenpasst, die bestehenden Gasnetze später für den Transport von Wasserstoff zu nutzen, erschließt sich einem nicht auf den ersten Blick.

Nirgends zeigen sich der Extremismus und die Vernichtungswut der Grünen Energiepolitik und die schädlichen Auswirkungen auf Deutschland deutlicher, als in diesen Zerstörungs - Aktionen.

Zum Schluss noch ein Video, dass nur periphär mit Grüner Energiepolitik zu tun hat, aber mit der Kritik an ihr.

Es handelt sich um die Habeck´sche “Schwachkopf” Affäre. Rieck geht auf mehrere Aspekte dieser Affäre ein, bei der sich Habeck nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat.

Im Mittelpunkt von Rieck´s Video stehen folgende Aspekte:

Eine Hausdurchsuchung morgens um 0600 als Reaktion auf die Teilung eines "memes" im Internet ist eine eindeutige Überreaktion der Staatsanwaltschaft und des Amtsgerichts Bamberg, das diese Hausdurchsuchung angeordnet hat, da eine Hausdurchsuchung einen erheblich schwerwiegenderen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte darstellt, als die zu erwartende Strafe für das Teilen eines memes im Internet.

Diese Vorgehensweise bringt man normalerweise mit autokratischen Systemen oder Diktaturen in Verbindung, wie in der ehemaligen DDR, aber nicht in demokratischen Staaten.

Habeck (und die ihm nahestehenden Medien) haben versucht, seine persönliche Verantwortung für diesen Vorgang von sich zu weisen, obwohl ganz klar aus dem Gerichtsbeschluss hervorgeht, dass die frühmorgendliche Hausdurchsuchung in Reaktion auf Habecks Anzeige wegen Beleidigung erfolgte.

Rieck bezeichnet die Teilung dieses memes im Internet als durch die Meinungsfreiheit gedeckt, da kritische, auch satirische Äußerungen Politikern gegenüber in einer demokratischen Gesellschaftsordnung hingenommen werden müssen.
In diesem Sinne stellt Habecks Anzeige und das Vorgehen von Staatsanwaltschaft und Amtsgericht einen frontalen Angriff auf einen Grundpfeiler demokratischer Gesellschaftsordnungen dar, nämlich das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Rieck zitiert noch ein weiteres Beispiel, aus dem hervorgeht, dass es sich beim Vorgehen Habecks gegen seine Kritiker nicht um einen Einzelfall handelt.
Sondern hinter diesen Anzeigen steht ein System bei dem mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) das Internet durchforstet wird, um irgendwas zu finden, was evtl justitiabel ist. So kommen Hunderte von Anzeigen zustande, die sowohl Habeck als auch Baerbock gegen ihre Kritiker erstattet haben, woraufhin dann Staatsanwaltschaft und Gerichte aktiv werden.

Interessant ist ferner, dass diese Aktivitäten sich nur gegen eine bestimmte politische Richtung wenden, nämlich gegen die Nicht – Grünen. Würde jemand zB das FCK AfD meme im Internet verbreiten, würde genau nichts passieren.

Das Rechtssystem wird Rieck´s Auffassung zufolge missbraucht (“lawfare”), um gegen politische Gegner vorzugehen, eine Vorgehensweise, die man zwar von autokratischen Staaten und Diktaturen her kennt, die aber in einer Demokratie keinen Platz haben sollte.
Rieck zufolge kann man die Gefährdung der Demokratie durch diese Aktionen gar nicht hoch genug einschätzen.

Zusammenfassung und Abschlussbemerkungen


Die Grüne Politik der Total – Dekarbonisierung ist auf De – Industrialisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ausgerichtet. Sie nimmt Wohlstandsvernichtung und sinkenden Lebensstandard entweder bewsst (s. zB Ulrike Herrmann, Maja Göpel , Nico Paech) oder zumindest billigend in Kauf.

Behauptungen, die Grüne Politik würde zu mehr Wohlstand führen, sind reine Propagandabehauptungen, deren mangelnder Wahrheitsgehalt sich bei näherem Hinsehen schnell erschließt.

Auch wenn man das Ziel einer Total – Dekarbonisierung bis 2050 akzeptieren würde – was wir aus einer Reihe von Gründen nicht tun - , setzen die Grünen die falschen Instrumente ein, um dieses Ziel zu erreichen.

Nämlich stringente ordnungsrechtliche Maßnahmen, denen die Kosten der Zielerreichung einerlei sind. Mit dem gleichen finanziellen Aufwand können an anderer Stelle wesentlich höhere CO2 Minderungen erreicht werden, als zB durch das Heizungsgesetz oder die europäische Gebäuderichtlinie, oder auch durch den Ausbau Erneuerbarer Energien durch das EEG, das teilweise fatale Fehlanreize setzt (s. hierzu auch das oben verlinkte Video von Christian Rieck).

Viele Bereiche, in denen die Grünen scharfes Ordnungsrecht durchsetzen wollen, unterliegen bereits dem Europäischen Emissionshandel EU - ETS, dessen Ziel die Netto Null Emission in 2050 ist.

Diese Bereiche zusätzlichem Ordnungsrecht zu unterwerfen, ist hochgradig kontraproduktiv, da dies die Zielerreichungskosten teilweise dramatisch erhöht, aber keine zusätzlichen CO2 Emissionen mindert.

Auch im Bereich Haushalte und Verkehr wird bereits heute eine CO2 Steuer erhoben, die ab 2026 in ein Emissionshandelssystem einfließen soll, mit dem die Emissionen durch die begrenzte Ausreichung von Emissionszertifikaten reduziert werden sollen.

Durch die beabsichtigte Verteuerung fossiler Energien soll ein Anreiz geschaffen werden, auf CO2 – ärmere Energien umzusteigen.

Weswegen braucht man dann noch ein Heizungsgesetz und eine Gebäuderichtlinie? Die für Immobilieneigner extrem teuer wird?

Dies sind Beispiele einer reinen Klimasymbolpolitik, die zur Enteignung und Verarmung breiter Bevölkerungsschichten führt, aber kein zusätzliches CO2 reduziert.

Hinzu kommt, dass der Strom künftig CO2 – frei erzeugt werden soll. Wenn man sein Haus mit CO2 freien Strom beheizt, ist es im Sinne einer CO2 – Reduzierung völlig gleichgültig, wie viel Energie man verbraucht. Spezielle ordnungsrechtliche Vorgaben zur CO2 Minderung im Gebäudebestand sind allein deswegen überhaupt nicht erforderlich.

Die Stillegung von Atom- und Kohlekraftwerken hat – besonders während der Energiekrise 2022 – die Strompreise drastisch erhöht.

Man braucht keinen Studienabschluss in Volkswirtschaft, um zu begreifen, dass eine Verringerung des Angebots zur Erhöhung der Preise führt. Auch deswegen hat Deutschland die höchsten Strompreise in Europa.

Die ideologiegetriebene Zerstörung von Energieinfrastruktur (zB Zerstörung des AKWs Philippsburg und des Kohlekraftwerks Moorburg in Hamburg, sowie die beabsichtigte Zerstörung der Erdgasnetze) sind der Gipfel der Grünen Abrissbirne.
Man will sicherstellen, dass niemand die abgeschalteten Anlagen jemals wieder in Betrieb nehmen kann, auch nicht in möglicherweise einmal auftretenden Notsituationen.
Grüne Ideologie geht vor Sicherheit und Bezahlbarkeit der Energieversorgung.

Kritik, auch satirische Kritik an dieser Politik wird von den Grünen gnadenlos verfolgt, mit Mitteln, die an Stasi Methoden erinnern und grundlegende verfassungsrechtlich garantierte Rechte der Bürger missachtet, oder außer Kraft setzt. Jedenfalls sind diese Methoden angesichts der Geringfügigkeit der “Straftat” absolut unverhältnismäßig und eines demokratischen Gesellschaftssystems unwürdig.

Sie erinnern eher an stalinistische Methoden: Bestrafe einen, erziehe einhundert. Ziel dieser Aktionen, wie der von Habeck und dem Amtsgericht Bamberg initiierten Hausdurchsuchung bei einem Rentner, der ein Internet meme weitergeleitet hatte, ist es, Angst in der Bevölkerung zu erzeugen und Kritik an der Grünen Politik abzuwürgen.

Wir sind an dieser Stelle noch gar nicht auf weitere Themen eingegangen, die auch zu einer De – Industrialisierung führen werden und die man der “Grünen Abrissbirne” zurechnen muss, wie zB die kontinuierliche Verschärfung der europäischen Abgasvorschriften für Kraftfahrzeuge bis hin zum totalen Verbrennerverbot in 2035.

Die EU wirft damit mehr als 100 Jahre technologische Entwicklung im Kraftfahrzeugbereich – mit Verbrennermotoren - über Bord und liefert sich voll und ganz der VR China aus, die im Bereich der Batterie-, aber auch der Solarzellenherstellung einen erheblichen Technologie- und vor allem einen uneinholbaren Kostenvorsprung hat.

Bereits vor 10 – 15 Jahren ist die deutsche Solarindustrie zusammengebrochen und die Photovoltaikzellenherstellung hat sich nach China verlagert. Heute ist China für ca 85 – 90% der weltweiten Solarzellenproduktion und für mehr als 80% der Produktion von Batteriekomponenten für Elektrofahrzeuge verantwortlich.

Die von der EU geforderte Umstellung der Mobilität auf Elektromobilität wird zum Waterloo für die europäische Automobilindustrie mit noch gar nicht absehbaren Auswirkungen auf Wachstum und Beschäftigung.

Die Grünen scheint das alles nicht zu kümmern und sie meinen, sie befinden sich auf einer Insel der Glückseligen, auf der nur ihre Ideologie, vor allem die Durchsetzung dieser Ideologie, zählt. Ihre Ideologie muss mit aller Macht in Deutschland durchgesetzt werden, dann wird das Weltklima gerettet und alles wird gut.

Nein, wird es nicht. Denn egal, was Deutschland – oder sogar Europa – macht, es ist absolut irrelevant für die Entwicklung des Weltklimas. Wieso das so ist, haben wir in der Vergangenheit des öfteren dargelegt.

Und das ist das eigentlich fast schon kriminelle an der “Grünen Abrissbirne”: Die Wirtschaft wird zerstört, Wohlstand vernichtet, Lebensstandard gesenkt – um klimaideologische Ziele zu erreichen, die am Weltklima nicht das Allergeringste, nämlich nichts messbares ändern.

Irgendwann wird das auch der breiten Masse der Bevölkerung klarwerden – und dann Gnade Gott der Grünen Bewegung.