Hat Trump den Eklat im Weißen Haus bewusst provoziert?

5. März 2025


Ich habe langsam keine Lust mehr, Beiträge über politische Tagesfragen zu schreiben, sondern würde mich gerne wieder klimawissesnchaftlichen oder klimapolitischen Fragen zuwenden.

Aber das politische Tagesgeschehen ist derzeit so turbulent, dass man einfach nicht umhin kommt, Kommentare und vielleicht auch Analysen dazu zu schreiben.

Am Freitag, den 28. Februar 2025 kam es im Weißen Haus zu einem – schon historisch zu nennenden – diplomatischen Eklat zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij und dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Selenskij war nach Washington zu einem Treffen mit Präsident Trump im Weißen Haus gereist, um einen Vertrag über den Abbau von Rohstoffen in der Ukraine zu unterschreiben, der einen Ausgleich für die von den USA im Krieg gegen Russland geleitestete Finanz- und Militärhilfe an die Ukraine darstellen sollte.
Vor der Unterzeichnung sollte eine Pressekonferenz im Weißen Haus stattfinden, um der Unterzeichnung einen würdigen Rahmen zu verleihen.

Die Pressekonferenz verlief zunächst, während der ersten ca. 30 Minuten in einer angenehmen, freundschaftlichen Atmosphäre, in der Trump die Ukraine, das ukrainische Volk und Präsident Selenskij mit freundlichen Worten lobte und seine, Trumps, Rolle herausstrich, eine friedliche Lösung des Konflikts herbeiführen zu wollen.

Um zu verstehen, was dann geschah, ist es wichtig das ganze hier verlinkte Video zu sehen und nicht nur die wenigen Minuten, in denen es zu einer direkten Konfrontation zwischen Selenskij und Trump bzw. Vizepräsident JD Vance kam.
Das Ergebnis dieser Konfrontation war, dass Trump die Pressekonferenz abbrach, das gemeinsame Mittagessen und die anschließende Unterzeichnung der Rohstoffvereinbarung cancelte und Selenskij des Hauses verwies.

Der ganze Vorgang ist wohl in der Geschichte der internationalen Diplomatie einzigartig, vor allem, weil er sich coram publico vor den Augen der Weltöffentlichkeit abspielte und nicht, wie bei Verhandlungen üblich, hinter verschlossenen Türen. Trump sagte anschließend, dass Selenskij offenbar an keiner Friedensvereinbarung interessiert sei, und er könne gerne wiederkommen, wenn er ernsthaft einen Frieden wolle.

Wir werden gleich auf die Details zurückkommen.

Die internationalen Reaktionen, besonders in Europa, waren von Entsetzen und Bestürzung geprägt. Unisono erklärten europäische Staatschefs und die Europäische Kommission ihre unverbrüchliche Solidarität mit der Ukraine und dass sie, auch wenn die Amerikaner sich zurückzögen, weiter fest an der Seite der Ukraine stehen würden.

Dann kam es über das Wochenende in den Linksmedien zu einer Bewertung des Eklats im Weißen Haus, die doch einige Fragen aufwirft. Denn es wurde behauptet, dass die Amerikaner diesen Eklat bewusst geplant und herbeiprovoziert haben, um Selenskij bloßzustellen.

Wenn das nur die Linksmedien getan hätten, könnte man darüber kommentarlos hinweggehen, denn diese Medien leben ohnehin nur in ihrer linken Blase, in ihrem Narrativ und lassen sich von der Realität nicht irritieren.
Am Montag den 3. März 2025 schloss sich jedoch Friedrich Merz, Kanzler in spe der CDU, diesem von der Linken verbreiteten Narrativ an und behauptete ebenfalls, Trump hätte diesen Eklat bewusst herbeigeführt.

Zitat aus der Frankfurter Rundschau vom 3. März 2025:

Update, 14.46 Uhr: CDU-Chef Friedrich Merz erhebt nun schwere Anschuldigungen gegen den US-Präsidenten Donald Trump. Laut Merz wurde der Eklat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bewusst von der US-Seite herbeigeführt. Er habe sich die Szene mehrfach angeschaut, sagte der Unions-Kanzlerkandidat nach Beratungen der CDU-Gremien in Berlin. „Es ist nach meiner Einschätzung keine spontane Reaktion auf Interventionen von Selenskyj gewesen, sondern offensichtlich eine herbeigeführte Eskalation in dieser Begegnung im Oval Office.“

Zitat aus Spiegel – Online vom 3. März 2025:

Er (Merz) habe sich die Szene mehrfach angeschaut, sagte der Unionskanzlerkandidat nach Beratungen der CDU-Gremien in Berlin. »Es ist nach meiner Einschätzung keine spontane Reaktion auf Interventionen von Selenskyj gewesen, sondern offensichtlich eine herbeigeführte Eskalation in dieser Begegnung im Oval Office.«

Das ist eine bemerkenswerte und offenkundige Fehleinschätzung, die Zweifel an der Urteilsfähigkeit von Merz weckt, und vor allem an seiner Qualifikation als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, in schwierigen Situationen klare, rationale Bewertungen und Entscheidungen zu treffen, sondern dass auch er von der rot – grünen Blase eingefangen wurde und statt rational abzuwägen, einem realitätsleugnenden rot – grünen Narrativ erlegen ist.

Dafür, dass es sich bei diesem Eklat nicht um eine von Trump geplante und herbei geführte Eskalation handelt, gibt es mindestens zwei Gründe, die bei genauerer Betrachtung so offenkundig sind, dass es auch Friedrich Merz hätte auffallen müssen:

1. Eine völlige Fehleinschätzung von Trumps Persönlichkeit und seiner Motivation, den Rohstoffdeal abzuschließen.

Denn Trump hat bereits vor seiner Wiederwahl angekündigt, sobald wie möglich nach seiner Amtsübernahme eine Friedensvereinbarung mit Putin zu erzielen.

Der Rohstoffdeal mit der Ukraine war eine Vorstufe zu einer Friedensvereinbarung. Trump hat geplant, den Rohstoffdeal mit großer medialer Präsenz im Weißen Haus mit Selenskij zu unterzeichnen. Trump wollte sich damit als großer Macher präsentieren, dem etwas gelingt, was den Europäern in drei Jahren nicht gelungen ist, nämlich statt den Krieg unendlich weiter zu führen, an einer Friedenslösung zu arbeiten.
Trump, der narzisstische Persönlichkeitszüge aufweist, brauchte diesen Erfolg, um seine Größe und Einzigartigkeit unter Beweis zu stellen.
Was er auf keinen Fall brauchte, war ein Eklat, der genau das verhinderte. Allein aus diesem Grunde müsste eigentlich jedem klar sein, dass Trump diesen Eklat nicht bewusst herbei geführt haben kann. Die politische und psychologische Dynamik spricht eindeutig dagegen.

2. Der tatsächliche Verlauf der Pressekonferenz im Weißen Haus.

Hierzu ist es wichtig, das verlinkte Video in Gänze zu sehen und nicht nur die kritischen wenigen Minuten, in denen es zum Eklat kam.
Wenn Merz erklärt, er hätte sich “die Szene mehrfach angesehen”, dann meint er wahrscheinlich nur die wenigen Minuten, in denen der Eklat durchbrach, aber er hat möglicherweise nicht den Kontext gesehen, aus dem dieser Eklat erwachsen ist. Ohne diesen Kontext kann man zu einer falschen Einschätzung gelangen.

Den übergreifenden Kontext haben wir bereits unter 1. erläutert, nämlich dass Trump eine hohe Motivation hatte, die Unterzeichnung des Rohstoffdeals als seinen großen Erfolg darzustellen und nicht das geringste Interesse daran haben konnte, den Deal vor den Augen der Weltöffentlichkeit scheitern zu lassen, denn dadurch würde er selbst als Verlierer dastehen.

Den Verlauf der PK kann man im Video nachverfolgen. Die ersten 30 Minuten sind durch den Austausch von Freundlichkeiten gekennzeichnet.
Zwischen Minute 30 und 40, besonders nach Minute 35 beginnt Selenskij etwas konfrontativer, antagonistischer gegenüber Trump zu argumentieren, fällt ihm häufiger ins Wort und beginnt ihn sichtlich zu irritieren, was man an Trumps Körpersprache und seinem Gesichtsausdruck erkennen kann.
Selenskij beginnt zu bezweifeln, dass man mit Putin überhaupt vertragliche Vereinbarungen schließen könne, weil er sie sowieso brechen würde. Außerdem würde der Krieg in der Ukraine schon seit 2014 laufen und er insinuierte, Amerika hätte die Ukraine seinerzeit nicht ausreichend unterstützt. Zudem könne er nicht sehen, welche amerikanische Garantien es für eine Vereinbarung mit Putin gebe.

Das sind alles wichtige Fragen, aber eine Pressekonferenz, auf der eine beschlossene Vereinbarung vorgestellt werden sollte, ist der falsche Platz und der falsche Zeitpunkt.
Diese Fragen hätten vorher hinter verschlossenen Türen geklärt werden müssen und nicht während einer Pressekonferenz vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

Das war im hohen Maße undiplomatisch und auch unhöflich seinen Gastgebern im Weißen Haus gegenüber.

Sowohl Trump als auch Vance zeigten sich zunehmend genervt dadurch, bis Vance Selenskij direkt ansprach und ihn fragte, ob er schon einmal Dankbarkeit gegenüber Amerika gezeigt hätte, für die Unterstützung, die ihm zuteil geworden ist. Daraufhin antwortete Selenskij hoch emotionalisiert ua, dass Vance überhaupt nicht nachvollziehen könne, wie das ukrainische Volk leide.

Schließlich wurde Trump die Auseinandersetzung zuviel und griff Selenskij harsch an und warf ihm vor, dass seine Abwehr gegen Friedensverhandlungen sein Land, die Ukraine, gefährden würde, weiterhin Tod und Leid über sein Land brächte, er mit Fortführung des Krieges gegen Russland den 3. Weltkrieg riskieren würde und dass der Deal, den Trump ihm biete, das beste sei, was er nach Lage der Dinge für sein Land erreichen könne. Denn er sei dabei, den Krieg gegen Russland zu verlieren. Trump beendete dann die PK.

Wer nach Anschauen dieses Videos immer noch behauptet, der Eklat im Oval Office sei von Trump bewusst herbei geführt worden, weiß entweder nicht, wovon er redet, oder hat das Video überhaupt nicht gesehen. Jedenfalls ist die Auffassung von Merz und der Linkspresse nicht nachvollziehbar und zeugt von verzerrter Realitätswahrnehmung, was man sich von einem Bundeskanzler mit Sicherheit nicht wünscht.

Unsere Einschätzung, dass der Eklat nicht von Trump geplant war, sondern aus der von Selenskij etwas konfrontativ und wenig diplomatisch geführten Diskussion erwuchs, wird von relativ vielen Beobachtern des Vorganges geteilt, wie zB von dem österreichischen Psychiater Raphael Bonelli, von der schweizerischen Weltwoche und auch auf der amerikanischen Webseite RealClearPolitics.

Die Ereignisse überschlugen sich in den folgenden Tagen. In Reaktion auf den Eklat im Weißen Haus kam es am Sonntag in London zu einem Treffen europäischer Regierungschefs, auf dem Selenskij und der Ukraine bedingungslose Unterstützung zugesichert wurde, also praktisch Kampf bis zum Sieg, um das Wort Endsieg zu vermeiden, das unangenehme Erinnerungen wachrufen würde.

Man sah die Ereignisse im Weißen Haus als Bruch mit Amerika an und nun sei Europa auf sich selbst gestellt und müsse massiv aufrüsten. UvdL nannte Zahlen von bis zu 800 Mrd EUR.

Sofort war natürlich auch klar, dass die Schuldenbremse in Deutschland möglichst schnell - wie auch immer - abgeschafft werden müsse, wie zB mit irgendwelchen Tricks, wie einem “Sondervermögen” also besonders hohen zusätzlichen Schulden.
Warum nennen die das eigentlich nicht beim Namen und müssen sich immer irgendwelche Wörter ausdenken, um den wahren Sachverhalt zu verschleiern?

Während die Debatte in Europa noch weiter andauerte, kam am Montag Abend, dem 3. März 2025, aus Amerika der nächste Knall: Trump stellt mit sofortiger Wirkung die militärische Unterstützung der Ukraine ein, was nochmals Schockwellen nicht nur durch Europa, sondern vor allem durch die Ukraine sandte.

Bereits einen Tag später, am 4. März 2025 zeigte die Ankündigung Trumps Wirkung: Die Ukraine, sprich Selenskij, veröffentlichte eine Botschaft auf X, in der er sein Bedauern über den Eklat im Weißen Haus ausdrückte und seine Bereitschaft erklärte, unter Führung Amerikas sobald wie möglich Friedensverhandlungen aufzunehmen und auch Trumps Rohstoffdeal zu unterzeichnen.

Das ging schnell und hat gezeigt, dass Trumps Drohung, die Militärhilfen einzustellen, in Kiev Panik ausgelöst hat, weil klar wurde, dass die Ukraine ohne amerikanische Militärhilfe blank dasteht und dass auch die Europäer, trotz aller Sympathiebekundungen und Aufrüstungsankündigungen, das Loch, das Amerika reißen würde, nicht aufzufüllen in der Lage wären.
Die Reaktion aus dem Weißen Haus auf Selenskijs Einlenken ist bislang (5. März 2025) nicht bekannt.

Derweil, zurück in Deutschland, wurde sehr schnell in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD vereinbart, was eigentlich allen klar war, nämlich die Schuldenbremse am besten noch durch den alten Bundestag abzuschaffen, bzw zu unterlaufen und ein “Sondervermögen”, sprich eine besonders hohe Sonderverschuldung einzugehen, nicht nur um militärisch aufzurüsten, sondern auch – besonders perfide, ein Coup der SPD, den Lars Klingbeil Friedrich Merz aufgezwungen hat - um Infrastrukturmaßnahmen (in Höhe von 500 Mrd EUR über 10 Jahre) zu finanzieren (wahrscheinlich um Grüne Klimaschutz - Träume beschleunigt umzusetzen, die Wirtschaft noch schneller zu de-karbonisieren).

Der Coup besteht vor allem darin, dass mit der diskutablen Erfordernis, die Verteidigungsausgaben (un?)begrenzt auszuweiten, was sachlich ein Thema ist, ein weiteres Thema, was mit dem ersten nichts zu tun hat, aber ein Projekt ist, das die SPD in der Ampel durchsetzen wollte, an dem sie aber gescheitert ist, nämlich die Verschuldung über den Rahmen der Schuldenbremse hinaus auszuweiten, jetzt, mit Friedrich Merz als CDU Kanzler in spe, der die Abschaffung der Schuldenbremse im Wahlkampf vehement abgelehnt hat, von der SPD durchgesetzt wurde.

Man fragt sich, weshalb haben wir eigentlich Neuwahlen gebraucht? Damit Friedrich Merz die Wähler offen betrügen kann?

Bezeichnend für das Kräfteverhältnis zwischen CDU und SPD ist das in dem oben zitierten Spiegelartikel gezeigte Bild von Friedrich Merz und Lars Klingbeil beim Handschlag, das einen selbstzufrieden dreinblickenden Lars Klingbeil zeigt und einen depressiv und verdrossen dreinschauenden Friedrich Merz. Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte.
Wer in dieser Koalition die Hosen anhat, wird allein schon durch dieses Bild klar, und was wir auch hier bereits schon angedeutet haben.

Die Geschichte geht jedoch noch weiter. Nicht allein, dass Friedrich Merz die Verantwortung für den Eklat im Weißen Haus - in Verkennung der tatsächlichen Ereignisse - Donald Trump in die Schuhe schiebt, will er nun nicht nur Putin den Krieg der Worte erklären, sondern auch Amerika - personifiziert durch Donald Trump.

Ausschlaggebend hierfür ist wohl nicht nur seine Behauptung, Trump sei an dem Eklat im Oval Office schuld, sondern der bei den meisten Europäern, besonders bei den links – orientierten - tief verwurzelte Hass auf Trump. Egal, was Trump tut oder sagt, es kann nur falsch sein und man muss es grundsätzlich ablehnen.

Es vergeht kein Tag, an dem in den Linksmedien nicht mindestens ein Hetz- oder sogar Hassartikel gegen Trump erscheint.

Auch hier hat sich, wie auf anderen Politikfeldern, eine Irrationalität breitgemacht, angetrieben von einer moralisierenden Besessenheit, die zur einzigen politischen Richtschnur geworden zu sein scheint. Trump ist amoralisch, er ist fast wie Putin und man muss jede Zusammenarbeit mit ihm ablehnen, weswegen die Europäer sich von Amerika loslösen und ihren eigenen Weg, auch im Ukrainekrieg, gehen müssen.

Dieser Denkschule, die überwiegend dem linken Spektrum entstammt, hat sich auch der deutsche Bundeskanzler in spe angeschlossen.

Er verkennt – erstaunlich für einen Transatlantiker - die langjährigen engen Verbindungen zwischen Europa und Amerika, unabhängig davon, wer gerade Präsident war. Präsidenten kommen und gehen, Amerika bleibt Amerika.

Wer jetzt aus ideologischer Verachtung von oder persönlicher Aversion gegen Trump, meint, es ginge auch ohne Amerika, dem muss man historische Blindheit – und eigentlich Torheit – vorwerfen.

Denn es war der amerikanische Atomschutzschirm, der Europa viele Jahrzehnte militärische, politische und wirtschaftliche Stabilität (und im weiteren Sinne auch soziale Stabilität) gesichert hat – und nicht die Staaten Europas selbst.
Und es war nicht Europa, das den Jugoslawienkonflikt gelöst und beendet hat, sondern 1995 Bill Clinton durch das Dayton Abkommen und 1999 durch den NATO Einsatz im Kosovo.

Ferner: Hat Trump die Verteidigung Europas mit der NATO aufgekündigt, was das Medientheater der letzten Tage irgendwie insinuierte? Nein, keineswegs, denn Trump hat auf der Pressekonferenz im Oval Office gesagt (im Video bei Minute 28 – 29): I am committed to Poland, I am committed to NATO.
Aber: Die NATO Mitgliedsländer müssen ihre Verteidigungsausgaben erhöhen.

Vielleicht sollte sich Friedrich Merz das Video doch noch einmal vollständig anschauen.

Im Ukraine Krieg haben die Europäer kein einziges Mal versucht, nach friedlichen Lösungen des Konflikts zu suchen, sondern – sogar noch am Tag nach der Bundestagswahl – hat Friedrich Merz nur auf einem rumgehämmert: Die Ukraine muss den Krieg gewinnen.
Sie haben bislang nur eine hässliche, beschämende Kriegsrhetorik an den Tag gelegt, die dem moralistisch – ideologischen Ziel folgte: Putin ist ein Verbrecher, wir müssen dem das Handwerk legen, die Ukraine muss den Krieg gegen Russland gewinnen.

Und dann kommt Donald Trump, den die meisten Europäer abgrundtief hassen, und sagt: So, jetzt wollen wir mal versuchen, zu einer Friedenslösung zu kommen – und die Europäer flippen aus und wollen gigantische Rüstungsprogramme auflegen, um die Ukraine weiter in ihrem Kampf bis zum Sieg gegen Russland zu unterstützen, egal, ob das zu einer Eskalation, oder sogar zu einem Dritten Weltkrieg führt, egal, Annalena Baerbock, macht nichts, Hauptsache, wir können Vladimir Putin besiegen.

Dazu fällt einem eigentlich nichts mehr ein.